Auf dem Laufsteg: Vier Fondsboutiquen stellen sich vor - Fondsnews


10.02.20 15:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Beim FONDS professionell KONGRESS geht es wie bei jedem Branchentreff auch ums "sehen und gesehen werden" - natürlich auch in Vorträgen, so die Experten von "FONDS professionell".

Diese Gelegenheit hätten 2020 vier Fondsboutiquen ergriffen.

Große Asset Manager könnten auf einen beträchtlichen Vertriebsapparat bauen, sei es auf ein engmaschiges Netz aus freien Vermittlern oder gewachsene Kooperationen mit Banken - oftmals auch beides. Zudem würden sich ihre Portfolios häufig auch in den Policen von namhaften Versicherungsgesellschaften finden.

Kleinere Anbieter oder Boutiquen hätten es hier deutlich schwererer. Sie müssten jede Gelegenheit nutzen, um auf sich und ihre Strategien aufmerksam zu machen. Eine solche sei auch immer der FONDS professionell KONGRESS in Mannheim. Auf dem diesjährigen Branchentreff, dem insgesamt 19., hätten sich im Rahmen des Vortrages der Pro Boutiquenfonds vier kleine Fondsanbieter vorgestellt.

Den Anfang habe Thomas F. Seppi gemacht, Vorstand bei der FPM Frankfurt Performance Management. Die Nebenwertespezialisten seien anderen Fondsmanagern durchaus ein Begriff: Bei der bekannten "Extel-Umfrage" sei FPM wenigstens dreimal unter den Top 40 gelandet. In Mannheim habe Seppi den anwesenden Vermittlern die Strategie der Value-Investoren erläutert: "Wir setzen auf eine 'Fundamental-Analyse'. Basis ist die Auswertung der Firmenbilanzen, die wir mit historischen Daten abgleichen", so Seppi. Der dritte Baustein der Analyse seien Firmenbesuche sowie Gespräche mit Kunden der Unternehmen - insgesamt rund 300 im Jahr. In Summe manage die Firma mit einer Erlaubnis gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz rund 230 Millionen Euro in drei Portfolios.

Als nächstes habe Oliver Kämmerer, Geschäftsführender Gesellschafter von Nova Funds in München, das Mikrofon übernommen. Die Gesellschaft, die mit dem Haftungsdach von NFS kooperiere, investiere in Firmen, die sich auf das Thema "Gesundheit" spezialisiert hätten. Darunter verstünden Kämmerer und seine Mitstreiter nicht Unternehmen aus den Geschäftsfeldern Biotechnologie oder Medizintechnik, sondern beispielsweise Krankenhäuser sowie Hersteller von Brillen, Hörgeräten oder Tiermedizin. Das Portfolio des 2015 lancierten nova Steady Health Care Fonds (ISIN DE000A1145J0 / WKN A1145J) bestehe aus 30 handverlesenen Aktien, von denen die Fondsmanager annehmen würden, dass sie überproportional wachsen würden.

Als dritter habe Roman Kurevic die Torendo Capital Solutions vorgestellt. Der 2017 gegründete Vermögensverwalter manage den 2018 lancierten Deutsche Aktien System. Dieser setze auf einen regelbasierten Momentums-Ansatz, der für geringe Schwankungen sorgen solle. "Wir kaufen, wenn der Kurs einer Aktie klettert. Diese Werte laufen weiter, wie wissenschaftliche Studien belegen", erkläre Kurevic. "Wenn die Aktie wieder verlieren sollte, verkaufen wir sie einfach." Da jede Aktie mit maximal einem Prozent gewichtet sei und der Austausch regelbasiert und häufig(er) geschehe, schwanke die Performance des Portfolios nicht sehr.

Last but not least sei Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand, vor die aufmerksamen Zuhörer getreten. Der in Düsseldorf ansässige Berater des gleichnamigen rund 214 Millionen Euro schweren Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS, der eine Erlaubnis gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung habe, investiere wie der Name verrate in Mittelstandsanleihen. "Basis des Fonds ist die Wahl von Firmen mit einer guten Bonität", so Friedrich. Der Weg dahin sei pure Fleißarbeit, man müsse die Bilanzen der Firmen genau prüfen - und mitunter auch mal "um die Unterlagen betteln", habe Friedrich berichtet. Schließlich finde man aber die Firmen, die die Kredite richtig nutzen und so ein gutes Ergebnis für den Fonds liefern würden - entweder durch die Kupons oder eine exzellente Kursentwicklung. (10.02.2020/fc/n/s)





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