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Anleger ziehen Milliarden von Janus Henderson ab - Fondsnews


05.02.20 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Nettomittelabflüsse beim Fondshaus Janus Henderson haben 2019 zugenommen, so die Experten von "FONDS professionell".

Anleger hätten unter dem Strich 27,4 Milliarden Dollar aus den Portfolios des Hauses abgezogen, heiße es in einer Mitteilung. Im Jahr 2018 hätten sich das Minus auf "lediglich" 18,1 Milliarden Dollar belaufen. Das verwaltete Vermögen sei über 2019 hinweg dennoch um 14 Prozent auf 374,8 Milliarden Dollar geklettert. Grund sei die positive Wertentwicklung vieler Fonds gewesen.

"2019 war von starken Abflüssen geprägt", räume Vorstandschef Dick Weil der Mitteilung zufolge ein. "Zugleich verzeichneten wir jedoch eine starke Investment-Performance, ein Anspringen unseres Retail-Geschäfts rund um die Welt und Fortschritte beim Erreichen unserer strategischen Ziele". Vor allem institutionelle Kunden hätten im vergangenen Jahr Mittel von Janus Henderson abgezogen. Zudem sei vor allem aus dem Bereich quantitative Aktien Geld abgeflossen.

Auch die Ergebniskennzahlen seien - auf adjustierter Basis - von einem Rückgang geprägt gewesen. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,75 Milliarden und das operative Ergebnis um 14 Prozent auf 726 Millionen Dollar zurückgegangen. Unterm Strich sei ein Gewinn von 478 Millionen Dollar stehen geblieben - 13 Prozent weniger als 2018.

Die Fondsgesellschaft sei im Jahr 2017 aus der Fusion des britischen Anbieters Henderson mit der US-Gesellschaft Janus entstanden. Der Schritt sollte Kosten sparen und Ressourcen freisetzen, um im schärferen Assset-Management-Wettbewerb bestehen zu können. Janus-Chef Weil habe das vereinte Unternehmen zunächst zusammen mit Henderson-Lenker Andrew Formica gesteuert, 2018 aber alleine das Ruder übernommen. Formica sei Anfang 2019 an die Spitze des britischen Asset Managers Jupiter gerückt. (05.02.2020/fc/n/s)