Allianz-Tochter sammelt Milliardenbetrag ein - Fondsnews


02.08.19 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Allianz-Tochter Pimco verfestigt ihren Wachstumskurs - und befeuert den Gewinn des Mutterkonzerns, so die Experten von "FONDS professionell".

Anleger haben der Fondsgesellschaft Pimco im zweiten Quartal unter dem Strich 23 Milliarden Euro zusätzlich anvertraut. Dies teilt der Mutterkonzern Allianz mit. Dank der Zuflüsse sowie der guten Marktentwicklung stieg das für Dritte verwaltete Vermögen des kalifornischen Bondriesen auf 1,25 Billionen Euro. Der zweite Asset-Management-Ableger des Versicherungskonzerns, Allianz Global Investors, verzeichnete simultan hingegen Nettomittelabflüsse in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Das für Dritte verwaltete Vermöge kletterte hier um kaum merkliche ein Prozent auf 343 Milliarden Euro.

Pimco hatte vor und nach dem Abgang des Co-Gründers Bill Gross mit Mittelabzügen durch Anleger gerungen. Nunmehr sammelt das auf Anleihen spezialisierte Haus wieder beständig frisches Geld ein. Die Mittelzuflüsse brachten Pimco auch höhere Einnahmen. Der operative Gewinn kletterte gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 532 Millionen Euro. Bei Allianz GI steht nur ein leichter Zuwachs um 0,7 Prozent auf 155 Millionen Euro. Damit steuerte die kalifornische Asset-Management-Einheit einen erheblichen Beitrag zu dem guten Ergebnis des Mutterkonzerns bei.

Dieser hat im zweiten Quartal den Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um mehr als 13 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Analysten hatten im Schnitt mit etwas weniger als zwei Milliarden Euro Überschuss gerechnet. Allerdings hatte im Vorjahr der Verkauf des Lebensversicherungsgeschäfts in Taiwan das Ergebnis belastet. Das operative Ergebnis kletterte um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit weniger als drei Milliarden Euro gerechnet.

Der Versicherungsriese hat im ersten Halbjahr mit einem operativen Gewinn von 6,1 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des für das Gesamtjahr angestrebten Ergebnisses erreicht. Konzernchef Oliver Bäte peilt für 2019 einen operativen Gewinn zwischen elf und zwölf Milliarden Euro an. Neben dem Asset Management lief das Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland und den USA gut, während der Sachversicherungsbereich Einbußen verzeichnete. (02.08.2019/fc/n/s)