Weizenmarkt reagiert sensibel
31.08.10 14:24
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Auf Schlusskursbasis hat der Preis für europäischen Weizen an der Pariser Börse gestern mit 227 Euro je Tonne ein Niveau wie zuletzt im April 2008 erreicht und damit auch das bisherige Jahreshoch von 224,5 Euro vom 5. August übertroffen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Der europäische Weizenmarkt reagiere besonders sensibel auf die in Hinblick auf Quantität und Qualität regenbedingt unbefriedigende Ernte, nicht zuletzt auch in Deutschland. Gleichzeitig sei die internationale Nachfrage nach europäischem Weizen zuletzt sehr stark gewesen: In der Woche zum 26. August seien Exportlizenzen für 856 Tsd. Tonnen ausgestellt worden, was die Gesamtexporte seit Beginn des Wirtschaftsjahres im Juli mit 2,7 Mio. Tonnen über das Niveau zum Vorjahreszeitpunkt hinaus angehoben habe. Entsprechend sei mit einem deutlichen Abbau der europäischen Weizenlagerbestände zu rechnen. Der festere US-Dollar dürfte ebenfalls den Euro-Preis gestützt haben.
Der US-Weizenpreis habe die Kursgewinne von zeitweise 4% kurz vor Handelsschluss dagegen wieder abgegeben und am Ende sogar leicht im Minus geschlossen. Dies dürfte auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, nachdem die Marke von 7 USD nicht habe erreicht werden können und die Rohstoffe allgemein unter Druck geraten seien.
Zudem belaste der gestern nach Handelsschluss veröffentlichte USDA-Erntefortschrittsbericht. Die Sommerweizenernte sei in den USA zu 69% abgeschlossen. Dies stelle eine Verbesserung um 16 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche dar. Das anhaltend feuchte Wetter in den nördlichen Anbaugebieten des Mittleren Westens habe somit bislang nicht zu Ernteverzögerungen geführt. (31.08.2010/ac/a/m)
Der europäische Weizenmarkt reagiere besonders sensibel auf die in Hinblick auf Quantität und Qualität regenbedingt unbefriedigende Ernte, nicht zuletzt auch in Deutschland. Gleichzeitig sei die internationale Nachfrage nach europäischem Weizen zuletzt sehr stark gewesen: In der Woche zum 26. August seien Exportlizenzen für 856 Tsd. Tonnen ausgestellt worden, was die Gesamtexporte seit Beginn des Wirtschaftsjahres im Juli mit 2,7 Mio. Tonnen über das Niveau zum Vorjahreszeitpunkt hinaus angehoben habe. Entsprechend sei mit einem deutlichen Abbau der europäischen Weizenlagerbestände zu rechnen. Der festere US-Dollar dürfte ebenfalls den Euro-Preis gestützt haben.
Der US-Weizenpreis habe die Kursgewinne von zeitweise 4% kurz vor Handelsschluss dagegen wieder abgegeben und am Ende sogar leicht im Minus geschlossen. Dies dürfte auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, nachdem die Marke von 7 USD nicht habe erreicht werden können und die Rohstoffe allgemein unter Druck geraten seien.
Zudem belaste der gestern nach Handelsschluss veröffentlichte USDA-Erntefortschrittsbericht. Die Sommerweizenernte sei in den USA zu 69% abgeschlossen. Dies stelle eine Verbesserung um 16 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche dar. Das anhaltend feuchte Wetter in den nördlichen Anbaugebieten des Mittleren Westens habe somit bislang nicht zu Ernteverzögerungen geführt. (31.08.2010/ac/a/m)
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