Russland verlängert Getreideexportverbot
03.09.10 16:54
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Russland hat gestern überraschend angekündigt, bis zum Ende der kommenden Ernte kein Getreide zu exportieren, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Das von der Regierung verhängte Exportverbot habe bislang bis Ende des Jahres gegolten. Angesichts der jüngsten Meldungen über Getreideimporte und Verzögerungen bei der Aussaat von Wintergetreide sei aber ohnehin nicht davon auszugehen gewesen, dass Russland bis zur nächsten Ernte in nennenswertem Ausmaß Getreide exportieren werde. Dennoch dürfte diese Hiobsbotschaft den Weizenpreisen in den USA und Europa weiter Auftrieb geben. Dies betreffe insbesondere die im Frühjahr fällig werdenden Terminkontrakte, was sich auch in der weiteren Versteilerung der Terminkurven bemerkbar mache. Dazu komme, dass die Ernten in Argentinien und Australien aufgrund von Trockenheit ebenfalls niedriger ausfallen könnten als erwartet.
Die steigende Abhängigkeit von Weizen aus den USA und Europa mache sich in den Exportzahlen bemerkbar. Laut US-Landwirtschaftsministerium seien in der vergangenen Woche 1,024 Mio. Tonnen Weizen für den Export verkauft worden. Damit hätten die US-Weizenexporte bereits die vierte Woche in Folge die Marke von 1 Mio. Tonnen übertroffen. Die von der EU erteilten Exportlizenzen seien in der vergangenen Woche auf 856 Tsd. Tonnen gestiegen, den höchsten Wert seit Beginn des Erntejahres im Juli. (03.09.2010/ac/a/m)
Das von der Regierung verhängte Exportverbot habe bislang bis Ende des Jahres gegolten. Angesichts der jüngsten Meldungen über Getreideimporte und Verzögerungen bei der Aussaat von Wintergetreide sei aber ohnehin nicht davon auszugehen gewesen, dass Russland bis zur nächsten Ernte in nennenswertem Ausmaß Getreide exportieren werde. Dennoch dürfte diese Hiobsbotschaft den Weizenpreisen in den USA und Europa weiter Auftrieb geben. Dies betreffe insbesondere die im Frühjahr fällig werdenden Terminkontrakte, was sich auch in der weiteren Versteilerung der Terminkurven bemerkbar mache. Dazu komme, dass die Ernten in Argentinien und Australien aufgrund von Trockenheit ebenfalls niedriger ausfallen könnten als erwartet.
Die steigende Abhängigkeit von Weizen aus den USA und Europa mache sich in den Exportzahlen bemerkbar. Laut US-Landwirtschaftsministerium seien in der vergangenen Woche 1,024 Mio. Tonnen Weizen für den Export verkauft worden. Damit hätten die US-Weizenexporte bereits die vierte Woche in Folge die Marke von 1 Mio. Tonnen übertroffen. Die von der EU erteilten Exportlizenzen seien in der vergangenen Woche auf 856 Tsd. Tonnen gestiegen, den höchsten Wert seit Beginn des Erntejahres im Juli. (03.09.2010/ac/a/m)
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