LME-Kupfervorräte im Sinkflug
27.08.10 15:04
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die LME-Kupfervorräte befinden sich seit ihrem Mitte Februar verzeichneten 6,5-Jahreshoch nahezu ununterbrochen im Sinkflug, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Die Lagerbestände seien seither um 28% zurückgegangen und würden sich mittlerweile der Marke von 400 Tsd. Tonnen nähern. Auch an der SHFE würden die Kupfervorräte nur noch bei etwas mehr als 100 Tsd. Tonnen liegen. Der Abbau der Lagerbestände sei auf eine verstärkte Nachfrage zurückzuführen, die den globalen Kupfermarkt ins Defizit treiben könnte. In den ersten fünf Monaten habe sich der Kupfermarkt laut der International Copper Study Group noch im Überschuss befunden. Dieser habe sich jedoch von 223 Tsd. in der Vorjahresperiode auf nun lediglich 46 Tsd. Tonnen verringert. Während die Nachfrage in diesem Zeitraum um 8,4% gestiegen sei, sei die Minenproduktion nahezu unverändert geblieben. Jedoch dürften die gegenwärtig hohen Preise zur Angebotsausweitung führen. So berichte Peru, dass die dortige Kupferproduktion allein im Juli um 6% auf 106,5 Tsd. Tonnen gestiegen sei.
Das Nachfragewachstum bei Blei in China dürfte sich laut dem staatlichen Research-Anbieter Antaike in diesem Jahr deutlich abschwächen. Das Institut erwarte für 2010 einen Anstieg der Nachfrage von 8,3% auf 3,61 Mio. Tonnen nach 16,5% im Vorjahr. Antaike führe dies in erster Linie auf ein Abflauen der Autoverkäufe zurück. Der Verband der chinesischen Autohersteller schätze, dass in diesem Jahr "nur" 17% mehr Autos verkauft würden, was allerdings nach 46% im Vorjahr eine deutliche Abschwächung wäre. Blei werde überwiegend in Batterien eingesetzt. In China mache dieser Sektor rund drei Viertel des gesamten Bleiverbrauchs aus. Die schleppende Nachfrage solle jedoch durch eine noch schwächere Produktionsausweitung kompensiert werden. (27.08.2010/ac/a/m)
Die Lagerbestände seien seither um 28% zurückgegangen und würden sich mittlerweile der Marke von 400 Tsd. Tonnen nähern. Auch an der SHFE würden die Kupfervorräte nur noch bei etwas mehr als 100 Tsd. Tonnen liegen. Der Abbau der Lagerbestände sei auf eine verstärkte Nachfrage zurückzuführen, die den globalen Kupfermarkt ins Defizit treiben könnte. In den ersten fünf Monaten habe sich der Kupfermarkt laut der International Copper Study Group noch im Überschuss befunden. Dieser habe sich jedoch von 223 Tsd. in der Vorjahresperiode auf nun lediglich 46 Tsd. Tonnen verringert. Während die Nachfrage in diesem Zeitraum um 8,4% gestiegen sei, sei die Minenproduktion nahezu unverändert geblieben. Jedoch dürften die gegenwärtig hohen Preise zur Angebotsausweitung führen. So berichte Peru, dass die dortige Kupferproduktion allein im Juli um 6% auf 106,5 Tsd. Tonnen gestiegen sei.
Das Nachfragewachstum bei Blei in China dürfte sich laut dem staatlichen Research-Anbieter Antaike in diesem Jahr deutlich abschwächen. Das Institut erwarte für 2010 einen Anstieg der Nachfrage von 8,3% auf 3,61 Mio. Tonnen nach 16,5% im Vorjahr. Antaike führe dies in erster Linie auf ein Abflauen der Autoverkäufe zurück. Der Verband der chinesischen Autohersteller schätze, dass in diesem Jahr "nur" 17% mehr Autos verkauft würden, was allerdings nach 46% im Vorjahr eine deutliche Abschwächung wäre. Blei werde überwiegend in Batterien eingesetzt. In China mache dieser Sektor rund drei Viertel des gesamten Bleiverbrauchs aus. Die schleppende Nachfrage solle jedoch durch eine noch schwächere Produktionsausweitung kompensiert werden. (27.08.2010/ac/a/m)
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