Industriemetallpreise mittelfristig gut unterstützt
08.09.10 16:13
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Folgen der Produktionsstilllegungen in China wegen der Energiesparmaßnahmen nach Fünfjahresplan werden unseres Erachtens am Markt unterschätzt, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Denn um die Ziele des Fünfjahresplans 2005 bis 2010 zu erfüllen, müsse der Energieverbrauch im Lande bis zum Jahresende noch um 4,5% gesenkt werden. Auch danach dürften die Einsparungen beibehalten oder sogar verschärft werden. Das hätte gravierende Folgen insbesondere für die metallischen Rohstoffe, deren Herstellung sehr energieintensiv sei. Dazu würden die LME-Industriemetalle und Stahl gehören.
China sei bei den meisten Metallen der weltgrößte Produzent. So seien auf China im Juni dieses Jahres laut WBMS knapp 42% der Weltproduktion an raffiniertem Aluminium entfallen, bei Kupfer seien es 18%, bei Nickel 27%, bei Zink 41%, bei Blei sogar 45% gewesen. Auch bei Stahl sei China im Sommer laut IISI für 45% der Weltproduktion verantwortlich gewesen. Sollten die Sparmaßnahmen rasch implementiert werden, werde somit ein bedeutender Teil der Weltproduktion wegfallen.
Um die Ziele zu erreichen, werde es jedoch nicht ausreichen, "nur" 5% der Kapazitäten bei Metallen zu schließen, auch dürften die Metallhütten vermutlich die Einsparungen für einige andere Industriezweige kompensieren. Außerdem führe eine geringere Energiezufuhr, wie das Beispiel Südafrika vor ein paar Jahren gezeigt habe, zu einem noch stärkeren Produktionsrückgang. Die Analysten würden also glauben, dass die Schließungen der Produktionsanlagen die Metallpreise trotz schwächerer Konjunktur mittelfristig gut unterstützen würden. (08.09.2010/ac/a/m)
Denn um die Ziele des Fünfjahresplans 2005 bis 2010 zu erfüllen, müsse der Energieverbrauch im Lande bis zum Jahresende noch um 4,5% gesenkt werden. Auch danach dürften die Einsparungen beibehalten oder sogar verschärft werden. Das hätte gravierende Folgen insbesondere für die metallischen Rohstoffe, deren Herstellung sehr energieintensiv sei. Dazu würden die LME-Industriemetalle und Stahl gehören.
China sei bei den meisten Metallen der weltgrößte Produzent. So seien auf China im Juni dieses Jahres laut WBMS knapp 42% der Weltproduktion an raffiniertem Aluminium entfallen, bei Kupfer seien es 18%, bei Nickel 27%, bei Zink 41%, bei Blei sogar 45% gewesen. Auch bei Stahl sei China im Sommer laut IISI für 45% der Weltproduktion verantwortlich gewesen. Sollten die Sparmaßnahmen rasch implementiert werden, werde somit ein bedeutender Teil der Weltproduktion wegfallen.
Um die Ziele zu erreichen, werde es jedoch nicht ausreichen, "nur" 5% der Kapazitäten bei Metallen zu schließen, auch dürften die Metallhütten vermutlich die Einsparungen für einige andere Industriezweige kompensieren. Außerdem führe eine geringere Energiezufuhr, wie das Beispiel Südafrika vor ein paar Jahren gezeigt habe, zu einem noch stärkeren Produktionsrückgang. Die Analysten würden also glauben, dass die Schließungen der Produktionsanlagen die Metallpreise trotz schwächerer Konjunktur mittelfristig gut unterstützen würden. (08.09.2010/ac/a/m)
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