Deutsche Industrieproduktion mit schwachem Quartalsauftakt


09.09.10 10:31
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die deutsche Industrieproduktion konnte im Juli nur um magere 0,1% gg. Vm. zulegen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Negativ hätten sich vor allem die Investitionsgüter ausgewirkt (-0,7% gg. Vm.). Damit nehme die Produktionsaktivität zwar weiter zu, ein Dynamikverlust sei jedoch nicht von der Hand zu weisen. Die deutschen Exporte seien im Juli um 1,5% gg. Vm. zurückgegangen, die Importe seien sogar um 2,2% gg. Vm. gesunken. Der Außenhandelsüberschuss habe sich so um 0,3 Mrd. EUR auf 12,7 Mrd. EUR ausgedehnt. Insgesamt sollte der Wachstumsbeitrag der Nettoexporte im zweiten Halbjahr jedoch etwas geringer ausfallen als noch in der ersten Jahreshälfte, dafür dürfte der BIP-Zuwachs dank anziehender Investitionen und steigendem Konsum auf breiterer Basis erfolgen.

Zum dritten Mal in diesem Jahr habe die Bank of Canada den Leitzins um 25 Basispunkte auf nun 1,00% erhöht. Die Notenbank warne jedoch davor, dass die Wachstumsschwäche der USA auch die kanadische Erholung gefährde. Die US-Notenbanker hätten im jüngsten Beige Book in der Tat bestätigt, dass die Wirtschaftsaktivität zur Jahresmitte an Kraft einbüße. Der japanische Finanzminister Noda sehe den starken Japanischen Yen als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung Japans und habe angekündigt, bei Bedarf auch am Devisenmarkt zu intervenieren. Unbeeindruckt sei der Japanische Yen zum US-Dollar auf ein Mehrjahreshoch bei 83,33 JPY gestiegen. (09.09.2010/ac/a/m)


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