Agrarmarkt Preisdruck im Segment
08.03.10 09:53
LB Baden-Württemberg
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Der Baumwolle-Future als Wochen-"Gewinner" des Sektors präsentierte sich mit 0,1% Verlust neutral, aber die Futures für Weizen (-5%) und Zucker (-5,7%) litten als Schlusslichter der Woche wesentlich heftiger, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Bei den "üblichen Verdächtigen" werde man für die abgelaufene Woche nur zum Teil fündig: Während der USD im Wochenvergleich trotz zwischenzeitlicher Erholungsphasen per saldo neutral tendiert habe und damit als Auslöser für Kursschwäche ausfalle, würden die Positionsverschiebungen der Großinvestoren zur Marktentwicklung passen. Bei Baumwolle seien die Positionen binnen Wochenfrist um 10% heraufgesetzt worden, während sie bei Weizen um knapp 10%, bei Zucker sogar um über 10% abgebaut worden seien. Vor dem neuen USDA Monatsreport am Mittwoch rechne man jedoch nicht mehr mit starken Kurssprüngen.
Australien als viertgrößter Weizenexporteur der Welt müsse sich mit stark schwankenden Produktionsdaten arrangieren, wobei das laufende Erntejahr wie in vielen anderen Staaten bezüglich der Erntemenge zu den besten gehöre. Das bleibe nicht ohne Konsequenzen, denn für das kommende Erntejahr würden namhafte Analysten nach Umwidmungen von schätzungsweise 5% der Anbaufläche für das kommende Erntejahr 2010/2011 inzwischen mit einem Produktionsrückgang von 7% auf 20 Mio. t rechnen, auch wenn das staatliche Institut ABARE unverändert auf eine Produktionsausweitung setze (knapp 22 Mio. t nach 21,6 Mio. t erwartet).
Nachdem der Zucker-Future an der ICE gegenüber dem Dezembertief im Januar in der Spitze um über 50% gestiegen sei, habe er vom 1. Februar bis zum Tief am 2. März mehr 30% verloren. Fundamental werde zwar nach dem globalen Rekorddefizit von 15,6 Mio. t im laufenden Erntejahr ein neuer Nachfrageüberhang von 14,8 Mio. t erwartet, aber dies oder zum Beispiel australische Produktionssteigerungen von knapp 7% dürften ebenso wenig für solche Schwankungen reichen wie die Nachricht aus den USA, dass man zusätzliche Zuckerimporte von knapp einer Millionen "short tons" benötige, oder dass erhebliche Einlieferungen in den fälligen Märzkontrakt auf rückläufige Nachfrage deuten würden. (08.03.2010/ac/a/m)
Bei den "üblichen Verdächtigen" werde man für die abgelaufene Woche nur zum Teil fündig: Während der USD im Wochenvergleich trotz zwischenzeitlicher Erholungsphasen per saldo neutral tendiert habe und damit als Auslöser für Kursschwäche ausfalle, würden die Positionsverschiebungen der Großinvestoren zur Marktentwicklung passen. Bei Baumwolle seien die Positionen binnen Wochenfrist um 10% heraufgesetzt worden, während sie bei Weizen um knapp 10%, bei Zucker sogar um über 10% abgebaut worden seien. Vor dem neuen USDA Monatsreport am Mittwoch rechne man jedoch nicht mehr mit starken Kurssprüngen.
Australien als viertgrößter Weizenexporteur der Welt müsse sich mit stark schwankenden Produktionsdaten arrangieren, wobei das laufende Erntejahr wie in vielen anderen Staaten bezüglich der Erntemenge zu den besten gehöre. Das bleibe nicht ohne Konsequenzen, denn für das kommende Erntejahr würden namhafte Analysten nach Umwidmungen von schätzungsweise 5% der Anbaufläche für das kommende Erntejahr 2010/2011 inzwischen mit einem Produktionsrückgang von 7% auf 20 Mio. t rechnen, auch wenn das staatliche Institut ABARE unverändert auf eine Produktionsausweitung setze (knapp 22 Mio. t nach 21,6 Mio. t erwartet).
Nachdem der Zucker-Future an der ICE gegenüber dem Dezembertief im Januar in der Spitze um über 50% gestiegen sei, habe er vom 1. Februar bis zum Tief am 2. März mehr 30% verloren. Fundamental werde zwar nach dem globalen Rekorddefizit von 15,6 Mio. t im laufenden Erntejahr ein neuer Nachfrageüberhang von 14,8 Mio. t erwartet, aber dies oder zum Beispiel australische Produktionssteigerungen von knapp 7% dürften ebenso wenig für solche Schwankungen reichen wie die Nachricht aus den USA, dass man zusätzliche Zuckerimporte von knapp einer Millionen "short tons" benötige, oder dass erhebliche Einlieferungen in den fälligen Märzkontrakt auf rückläufige Nachfrage deuten würden. (08.03.2010/ac/a/m)
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