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Vor und nach Fusion: Franklin Templeton und Legg Mason im Vergleich - Fondsnews


27.03.20 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Konsolidierung in der Fondsbranche erfährt einen neuen Schub, so die Experten von "FONDS professionell".

Mitte Februar habe Franklin Templeton angekündigt, den Mitbewerber Legg Mason kaufen zu wollen. Der Fondskonzern aus San Mateo in Kalifornien biete 4,5 Milliarden Dollar und die Übernahme von zwei Milliarden Dollar Schulden, um den Rivalen aus Baltimore zu schlucken. Dieser agiere als Dachgesellschaft für relativ autarke Asset Manager. Mit dem Zusammenschluss entstehe ein Investmentriese mit einem verwalteten Vermögen von fast 1,5 Billionen Dollar - das sei der Stand bei Verkündung der Übernahme gewesen.

Kurz darauf habe allerdings der durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie ausgelöste Kursverfall an den Börsen eingesetzt. Franklin Templeton halte dennoch an seinem Plan fest. Die Transaktion solle in den kommenden fünf bis sechs Monaten abgeschlossen sein, habe es aus San Mateo geheißen. Die Schwankungen an den Märkten würden vielmehr die Strategie des Hauses bestätigen, sein Geschäft breiter aufzustellen und neue Chancen zu suchen. Die Kalifornier wollten den Kauf komplett als Bartransaktion stemmen. Selbst dann bleibe dem Konzern nach eigener Aussage immer noch eine Reserve von fünf Milliarden Dollar.

Das Kalkül hinter dem Zusammenschluss sei klar: im immer härter werdenden Konkurrenzkampf Größe zu gewinnen. "Die Übernahme ist ein Meilenstein für unser Unternehmen, was erhebliches Wachstumspotenzial freisetzt", sage Gregory Johnson, Verwaltungsratschef von Franklin Resources, der börsennotierten Gesellschaft hinter der Marke Franklin Templeton. "Der Schritt verschafft uns Skaleneffekte sowie eine breitere und ausgewogenere Streuung über verschiedene Investmentstrategien, Vertriebskanäle und Regionen." (News vom 26.03.2020) (27.03.2020/fc/n/s)