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ebase Fondsbarometer Nachhaltigkeit: Großes Interesse an nachhaltig investierenden Fonds - Fondsnews


14.06.18 13:00
ebase

Aschheim (www.fondscheck.de) - Nachhaltige Geldanlagen mit Investmentfonds sind auf Wachstumskurs, so die Experten von ebase.

Eine Reihe von Faktoren spreche dafür, dass es sich nicht um eine temporäre Erscheinung, sondern um eine langfristige Entwicklung handle. "Nicht nur das Interesse bei den Kunden nimmt stetig zu, auch seitens des Gesetzgebers werden nachhaltige Anlagen zunehmend als Thema erachtet, dem mehr Bedeutung eingeräumt werden soll", so Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

So habe sich beispielsweise die so genannte "EU High-Level Expert Group on Sustainable Finance" im Auftrag der EU-Kommission intensiv mit dem Thema befasst. Aus den Resultaten der Expertengruppe würden sich Anforderungen für zahlreiche Marktteilnehmer ergeben. Grundsätzlich sollten eine nachhaltige Unternehmenspolitik und Geschäftspraxis gefördert werden. In diesem Zusammenhang gelte es, das Bewusstsein für langfristige systemische Bedrohungen, wie beispielsweise Umwelt- oder soziale Risiken oder Mängel in Governance-Strukturen, zu schärfen. In der Folge solle dadurch grundlegenden Werten Vorrang vor kurzfristigen Profiten eingeräumt werden, was auch eine zunehmende Kapitalallokation in nachhaltigen Geldanlagen zur Folge haben werde.

Dass das Interesse an nachhaltigen Investmentfonds bereits groß sei, bevor die avisierten Gesetzesänderungen in Kraft treten würden, zeige die Analyse der Handelsaktivitäten der ebase-Kunden.

Der Handel mit Investmentfonds, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen würden, habe im Vergleich zum Durchschnitt des letzten Jahres insgesamt deutlich zugenommen. Einzig im April habe die Handelshäufigkeit unter dem Vorjahresdurchschnitt gelegen. Der Handel mit nachhaltigen Fonds sei dabei nicht nur insgesamt sehr rege gewesen, die Handelshäufigkeit mit nachhaltigen Fonds liege auch deutlicher über dem Durchschnitt des Vorjahres als bei Fonds im Allgemeinen. "Es bestätigt sich, dass nachhaltige Kapitalanlagen - im Unterschied zu früheren Jahren - kein Nischenthema mehr sind, sondern bei einer breiteren Masse an Anlegern in den Fokus gerückt sind", resümiere Geyer.

Zudem hätten die Käufe von Fonds, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen würden, die Verkäufe trotz der turbulenten Marktphase zu Beginn des Jahres deutlich überstiegen. Der Fundflow-Faktor habe im Mai bei 1,18 gelegen. Damit seien 1,18 Mal so viele Gelder in nachhaltige Fonds angelegt als aus entsprechenden Produkten abgezogen worden. Besonderes Interesse hätten die ebase-Kunden dabei an Fonds gezeigt, die den Nachhaltigkeitskriterien "frei von Rüstung" und "frei von Gentechnik" gerecht würden. Die Fundflow-Faktoren hätten hier bei 1,28 bzw. 1,29 gelegen. Allgemein hätten die Käufe jedoch bei allen Nachhaltigkeitskriterien die Verkäufe überstiegen.

Regional seien insbesondere Fonds, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen und in den USA (Fundflow-Faktor: 1,72) bzw. Europa (Fundflow-Faktor: 1,45) investieren würden, gefragt gewesen. Entsprechende Fonds, die in Emerging Markets investieren würden, seien dagegen überwiegend verkauft worden (Fundflow-Faktor: 0,66).

ebase biete den Kunden und Geschäftspartnern die Möglichkeit, bei der Fondsauswahl unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien, wie beispielsweise "frei von Tierversuchen" oder "frei von Atomenergie", zu berücksichtigen. Hierfür stehe bei der Fondssuche ein spezieller Filter zur Verfügung. "Bei ebase haben wir frühzeitig die Bedeutung nachhaltiger Geldanlagen erkannt und sind gut auf die sich verändernden Rahmenbedingungen vorbereitet", erkläre Geyer. So bestehe für die ebase-Kunden nicht nur die Möglichkeit, diejenigen Fonds zu identifizieren, die ihren persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen entsprechen würden; vielmehr werde, dem Ziel einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung gemäß, ein weiterer wichtiger Mehrwert geboten. (14.06.2018/fc/n/s)