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Zahl der Fondsbesitzer erreicht Zehn-Jahres-Hoch - Fondsnews


20.02.18 13:04
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Anleger in Deutschland zu Aktien, Aktienfonds oder gemischten Portfolios gegriffen, zeigt eine Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI), so die Experten von "FONDS professionell".

Im Jahresdurchschnitt habe die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds um fast 1,1 Millionen höher als im Vorjahr gelegen.

Insgesamt hätten im Jahr 2017 rund zehn Millionen Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds besessen. Das entspreche 15,7 Prozent der Deutschen und sei der höchste Stand seit zehn Jahren. Auch Mischfonds hätten in der Gunst der renditesuchenden Bundesbürger enorm zugelegt: Der Anstieg von rund 836.000 Personen innerhalb eines Jahres sei laut DAI-Zählung absolut betrachtet sogar der höchste Zuwachs seit dem Jahr 2001.

Diese Entwicklung sei ein gutes Zeichen, kommentiere DAI-Geschäftsführerin Christine Bortenlänger. "Offenbar erkennen immer mehr Menschen die Vorteile der Aktienanlage für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge." Der Lackmustest stehe aber noch aus: In früheren Jahren seien Anleger oft der Marktentwicklung nachgelaufen und hätten sich bei fallenden Kursen wieder von ihren Aktieninvestments getrennt.

Die DAI-Studie zeige, dass vor allem Über-50-Jährige und Personen mit einem Netto-Monatseinkommen von über 3000 Euro in Aktien oder Aktienfonds investieren würden. "Wir müssen jüngere Menschen und Menschen mit einem geringeren Einkommen noch stärker erreichen", sage Bortenlänger. Sie sehe die Politik in der Pflicht, für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen. "Der Koalitionsvertrag enttäuscht diesbezüglich auf ganzer Linie. Geld für die Altersvorsorge muss endlich in Instrumente fließen, die ausreichend Rendite erwirtschaften." (News vom 19.02.2018) (20.02.2018/fc/n/s)