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Wieder eine weniger: Meinl KAG ist Geschichte - Fondsnews


24.05.19 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Julius Meinl Investment Gesellschaft m.b.H (JMIG), hat ihre Konzession zurückgelegt, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Erlaubnis zur Ausübung konzessionspflichtiger Bankgeschäfte sei erloschen, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Donnerstag informiert habe.

Damit sei die zweitkleinste Fondsgesellschaft des Landes Geschichte. Ende März habe die JMIG rund 53,3 Millionen Euro verwaltet, was einem Marktanteil von 0,03 Prozent entspreche. Kleiner sei nur Macquarie Austria mit aktuell rund 15,6 Millionen Euro.

Die drei noch bestehenden Fonds der JMIG würden per 31. März 2019 an die LLB Invest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. als neue Verwaltungsgesellschaft und auf die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG als neue Depotbank übertragen. Es handele sich um die Vehikel Meinl Capitol 1, Meinl Core Europe sowie Meinl Quattro, in die in den vergangenen Monaten die meisten anderen Fonds der Gesellschaft verschmolzen worden seien.

Neuer Portfoliomanager sei C-Quadrat; entsprechend würden die Namen seit dem 1. April auf C-Quadrat Quattro Serie M (Dachfonds in internationale Fonds), C-Quadrat Capitol 1 Serie M (österreichische festverzinsliche Wertpapiere) sowie C-Quadrat Europe ESG Serie M (westeuropäische Aktien) lauten.

In Österreich gebe es damit nur noch 16 Kapitalanlagegesellschaften. Vor fünf Jahren seien es noch 24 (Angaben VÖIG) gewesen. Die Julius Meinl Investment Gesellschaft m.b.H sei eine 100-prozentige Tochter der Meinl Bank AG gewesen. Die Bank befinde sich seit gut zehn Jahren rund um den Anlageskandal bei der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) in Rechtsstreitigkeiten. Es würden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien gegen Julius Meinl V. und andere laufen. (24.05.2019/fc/n/s)