Weizen und Mais weiter im Abwärtssog - Sojabohnen gut behauptet


23.10.17 15:03
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Weizen und Mais stehen weiter unter Druck, so die Analysten der Commerzbank.

Weizen handle in der Nähe des Tiefs von Ende August. Mais nähere sich wieder dem 10-Monatstief von Mitte Oktober. Dies zeige sich auch am Verhalten der kurzfristig orientierten Marktteilnehmer. Diese würden seit Wochen mehrheitlich auf fallende Preise setzen. In der letzten Berichtswoche seien die Netto-Short-Positionen bei Weizen und Mais nochmals ausgeweitet worden. Bei Weizen seien sie auf 78,8 Tsd. Kontrakte gestiegen, das höchste Niveau seit Anfang September. Bei Mais hätten sie mit 154,6 Tsd. Kontrakten das höchste Niveau seit Ende Mai erreicht. Der Großteil an preisbelastenden Nachrichten dürfte damit bereits eingepreist sein. Unvorhergesehene Nachrichten wie (weitere) Ernteverzögerungen in den USA könnten den Maispreis via Short-Eindeckungen merklich steigen lassen. Solange derartige Meldungen ausbleiben würden, dürfte der Abwärtstrend bei Weizen und Mais allerdings anhalten.

Sojabohnen hätten sich von der negativen Tendenz zuletzt abgekoppelt. Der Preis handle weiterhin in der Nähe der Marke von 1.000 US-Cents je Scheffel. Im Gegensatz zu Weizen und Mais würden die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer bei Sojabohnen mehrheitlich auf steigende Notierungen setzen. Die Netto-Long-Positionen hätten in der letzten Berichtswoche 67,5 Tsd. Kontrakte erreicht, das höchste Niveau seit Mitte März. Der daraus abzuleitende Optimismus für die Preisentwicklung könnte sich als Damoklesschwert erweisen, da die Wetterbedingungen in den USA die Erntearbeiten und in Brasilien die Aussaat unterstützen würden. (23.10.2017/fc/a/m)