Vier mal zehn: Die Bestperformer unter den VV-Fonds - Fondsnews


25.01.22 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie konnten die vermögensverwaltenden Fonds das vergangene Jahr meistern, fragen die Experten von "FONDS professionell".

Das Analysehaus MMD habe ausgewertet, welche zehn Manager in den vier wichtigsten Kategorien vorne gelegen hätten - und wie sich das Produktsegment insgesamt geschlagen habe.

Vermögensverwaltende Fonds (VV-Fonds) hätten ihren Anlegern im vergangenen Jahr im Schnitt eine Rendite von 10,45 Prozent beschert. Das zeige eine Marktauswertung von MMD Analyse & Advisory, einem Research- und Beratungshaus aus Arnsberg im Sauerland.

Rund 96 Prozent aller VV-Fonds, die über zehn Millionen Euro verwalten würden, hätten der Erhebung zufolge 2021 ein positives Ergebnis verzeichnet. Damit hätten viele Manager ihr Versprechen einlösen können, in turbulenten Phasen durch aktives Risikomanagement Verluste zu begrenzen, ohne dabei auf die Chancen eines Aufschwungs zu verzichten, heiße es in der Analyse.

Das Ergebnis der Vermögensverwalter sei in der Regel zwar hinter dem zurückgeblieben, was mit einer reinen Aktienanlage zu erzielen gewesen wäre - der DAX habe im vergangenen Jahr um 15,8 Prozent zugelegt, der EURO STOXX 50 inklusive Dividenden sogar um 23,3 Prozent. Defensive Staatsanleihen hätten 2021 gemessen am deutschen Rentenindex Rex P allerdings 1,7 Prozent verloren. "In diesem herausfordernden Marktumfeld gestaltete sich das Asset Management für VV-Fonds durchaus anspruchsvoll", heiße es in der Kurzstudie. "Das galt vor allem für VV-Fonds mit einem höheren Anleiheanteil."

Positiv hebe das Researchhaus hervor, dass der maximale Verlust (Maximum Drawdown) der Fonds in aller Regel deutlich niedriger ausgefallen sei als am Aktienmarkt - die Instrumente zur Risikoabsicherung hätten also funktioniert. Der maximale Verlust stelle das schlechteste mögliche Ergebnis einer Investition in der betrachteten Periode dar.

"Für eine leistungsgerechte Bewertung des Fondsmanagers sollten die VV-Fonds im Detail und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden", betone MMD. Dabei könnten in einem ersten Schritt quantitative Rankings wie das MMD-Ranking helfen, eine Vorauswahl zu treffen.

"Beim MMD-Ranking fließen neben den Performanceleistungen auch Risikokomponenten zu 50 Prozent mit in die Bewertung ein", sage MMD-Geschäftsführer Nicolai Bräutigam. "So kann mit einem Blick erfasst werden, welche VV-Fonds ein angemessenes Chance-Risiko-Profil aufweisen. Und vor allem kann man auch abgleichen, ob Kursgewinne, die kurzfristig erzielt wurden, auch auf lange Sicht bestätigt werden."

Wer habe seine Wettbewerber 2021 hinter sich lassen können? Die Top-Ten aus jeder VV-Fonds-Kategorie:

Defensive VV-Fonds
Die vermögensverwaltenden Fonds der defensiven Kategorie hätten das Jahr mit einem Plus von 3,93 Prozent abschließen können. Der FVV Select AMI habe dabei die Bestenliste mit 12,48 Prozent angeführt und dies bei einem maximalen Verlust von -2,72 Prozent erreicht. Durchschnittlich habe der maximale Verlust bei den defensiven VV-Fonds, gemessen am MMD-Index Defensiv, mit -1,50 Prozent noch etwas darunter gelegen. Das beste Performance-Risiko-Verhältnis habe der zweitplatzierte Parium Relaxed mit einer Jahresrendite von 11,82 Prozent und einem maximalen Verlust von -1,91 Prozent ausgewiesen.

Ausgewogene VV-Fonds
Der MMD-Index Ausgewogen, der die Entwicklung der VV-Fonds in dieser Vergleichsgruppe messe, habe im vergangenen Jahr 8,90 Prozent hinzugewonnen. Am besten habe in dieser Kategorie der JOHCM Global Income Builder mit 22,19 Prozent abgeschnitten. Im Hinblick auf das Risiko habe der Fonds mit einem maximalen Verlust von -4,16 Prozent unterhalb des Durchschnitts in der ausgewogenen Kategorie (-2,33%) gelegen. Den niedrigsten maximalen Verlust habe 2021 mit -3,13 Prozent der Capital Group Global Allocation verzeichnen können.

Offensive VV-Fonds
Die offensiven VV-Fonds hätten 2021 durchschnittlich 14,76 Prozent hinzugewinnen können und seien damit die Stärksten hinsichtlich der Performance gewesen. Deutlich über dem Durchschnitt und der Beste innerhalb der Kategorie sei der Ganador Ataraxia mit einem Zuwachs von 34,52 Prozent gewesen. Dies habe der Fonds mit einem über dem Kategoriedurchschnitt liegenden Maximum Drawdown von -5,06 Prozent im Vergleich zu -3,29 Prozent erreicht. Ein besseres Performance-Risiko-Verhältnis habe der Allianz Dynamic Multi Asset Strategy 75 aufgewiesen, der im Jahr 2021 30,82 Prozent hinzugewonnen habe bei einem maximalen Verlust von -4,23 Prozent.

Flexible VV-Fonds
In der flexiblen Kategorie seien die Performancewerte erfahrungsgemäß am weitesten gestreut. So habe der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Fonds im Betrachtungszeitraum fast 60 Prozentpunkte betragen. Im Schnitt hätten flexible VV-Fonds in den vergangenen zwölf Monaten 10,48 Prozent hinzugewonnen. Der P&R-Real Value habe dabei die beste Performance von 43,96 Prozent verzeichnet. Mit einem maximalen Verlust von -8,25 Prozent habe der Fonds aber deutlich über dem Kategoriedurchschnitt (-3,45 Prozent) gelegen. Knapp dahinter sei der Acatis Datini Valueflex mit 42,18 Prozent und einem Maximum Drawdown von -9,55 Prozent gefolgt.

MDD = Maximum Drawdown (maximaler Verlust); Quelle: Asset Standard / MMD Analyse & Advisory (25.01.2022/fc/n/s)





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