Verlagserben verkaufen Vermögensverwalter an Lloyd Fonds - Fondsnews


05.12.18 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Hamburger Asset Manager Lloyd Fonds erwirbt die Mehrheit der Anteile des Vermögensverwalters Lange Assets & Consulting, so die Experten von "FONDS professionell".

Das ebenfalls in der Hansestadt ansässige Unternehmen verwalte 350 Millionen Euro für private und institutionelle Kunden und berate den geldmarknahen Publikumsfonds Assets Defensive Opportunities UI.

Damit komme Lloyd Fonds mit Blick auf die angekündigte Neuaufstellung einen wichtigen Schritt voran. Früher sei das börsennotierte Unternehmen ein großer Spieler im Markt für Beteiligungsmodelle mit Schiffen und Immobilien gewesen, künftig möchte es sich als Anbieter individueller und standardisierter Vermögensverwaltungen und offener Publikumsfonds positionieren.

Schon im kommenden Jahr wolle das Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro verwalten - ein Schritt, der dank der Akquisition nun realistisch erscheine. Um den Wachstumskurs zu forcieren, habe Lloyd Fonds unter anderem den früheren Deka-Geschäftsführer Michael Schmidt mit Wirkung zum 1. April 2019 zum Vorstand bestellt.

Lange Assets & Consulting sei 2005 von Thomas Lange gegründet worden. Weitere Gesellschafter seien Axel Springers Enkelsohn Axel Sven Springer und John Jahr, ein Sprössling der Verlegerfamilie Jahr. Auch Rechtsanwalt Oliver Heine, ein Aufsichtsrat des Springer-Konzerns, sei an Bord. Die Gesellschafter würden zunächst 90 Prozent der Anteile an Lloyd Fonds veräußern. Sie würden dafür neu emittierte Lloyd-Fonds-Aktien und eine Barkomponente erhalten. Die restlichen zehn Prozent könnten sie dem neuen Mehrheitseigner nach frühestens vier Jahren andienen.

Der Kaufpreis hänge sowohl vom Ergebnis als von der Entwicklung des verwalteten Vermögens der Gesellschaft ab, heiße es in einer Mitteilung. In Summe rechne Lloyd Fonds mit einem Kaufpreis im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich, der über sieben Jahre verteilt bezahlt werde.

Die BaFin müsse der Transaktion noch zustimmen. Mit einem Abschluss des Verfahrens sei frühestens Ende März kommenden Jahres zu rechnen. Die Übernahme solle dann rückwirkend zum 1. Januar 2019 erfolgen.

"Dass wir uns verändern müssen, war mir spätestens mit der letzten Mifid-II-Novelle bewusst geworden", sage Lange. "Dass wir eine Hamburger Lösung für unsere Zukunft und ein so starkes Team im Hintergrund gefunden haben, freut mich umso mehr. Zukünftig kann ich wieder das tun, was mir am meisten Freude bereitet, mich um meine Kunden und den Assets Defensive Opportunities UI kümmern."

Lloyd Fonds habe außerdem mitgeteilt, seine Firmenzentrale zu verlegen: Der neue Standort des Vermögensverwalters liege in einem Büroneubau an der Alster. Der Umzug sei für das zweite Quartal kommenden Jahres vorgesehen. (News vom 04.12.2018) (05.12.2018/fc/n/s)





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