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Umfrage: Fondsmanager fürchten sich vor "Zollwut" - Fondsnews


18.07.18 12:59
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Professionelle Investoren fürchten nichts mehr als einen globalen Handelskrieg, und die Aussichten für die Finanzmärkte haben sich spürbar eingetrübt, zeigt die aktuelle Fondsmanagerumfrage der Bank of America Merrill Lynch (Bofa), für die in der vergangenen Woche 231 Portfolioprofis befragt wurden, die in Summe 663 Milliarden US-Dollar (571 Milliarden Euro) an Kundengeldern verwalten, so die Experten von "FONDS professionell".

"Die Stimmung unter Investoren ist negativ. Die Allokation in Aktien ist deutlich gefallen, während sich gleichzeitig die Erwartungen an die Gewinnentwicklung verschlechtert haben", sage Michael Hartnett, Chefstratege bei Bofa.

60 Prozent der befragten Investmentprofis würden angeben, dass ein Handelskrieg aus ihrer Sicht das größte Tail Risk für die Kapitalmärkte darstelle. Gegenüber dem Vormonat habe sich der Anteil laut Bofa deutlich vergrößert.

Derart einig, was die größte Gefahr betreffe, seien sich die Befragten zuletzt im Jahr 2012 gewesen, als die Furcht vor einer EU-Schuldenkrise die Investorenmehrheit beschäftigt habe. Vor einem Fehltritt der Notenbanken hätten Fondsmanager dagegen inzwischen deutlich weniger Angst als früher.

Der Gewinnausblick für alle Unternehmen habe sich aus Sicht der befragten Profi-Investoren zuletzt deutlich eingetrübt. Neun Prozent der Befragten würden davon ausgehen, dass die Profite sich in den kommenden zwölf Monaten nicht verbessern würden.

Ihre Unsicherheit spiegele sich auch in der Veränderung der Sektorgewichtung: Besonders in defensiven Branchen wie Gesundheit und Basiskonsum hätten die Fondsmanager zugekauft - respektive in Regionen wie den USA, die als solider eingestuft würden. Von Titeln aus risikoreicheren und zyklischeren Branchen wie Finanzen Schwellenländer-Aktien hätten sie sich dagegen getrennt. (18.07.2018/fc/n/s)