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Umfrage: Fast ein Drittel der beratenen deutschen Investoren strebt Investment in Kryptowährungen an


26.10.21 10:23
WisdomTree Europe

London (www.fondscheck.de) - Eine von WisdomTree, Sponsor von Exchange-Traded Funds ("ETF") und Exchange-Traded Products ("ETP"), in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass mehr als acht von zehn (83 Prozent) deutschen Beratern mit ihren Kunden über eine Investition in Kryptowährungen gesprochen haben, so die Experten von WisdomTree Europe.

Dabei beabsichtige fast ein Drittel der Kunden (29 Prozent), unabhängig von der Beziehung zu ihren Beratern in die Anlageklasse zu investieren.

Im Rahmen dieser von der unabhängigen Forschungsagentur CoreData Research durchgeführten Studie seien 600 professionelle Investoren in Europa befragt worden, von Wholesale-Finanzberatungsunternehmen bis hin zu Vermögensverwaltern und Family Offices. Die Investoren, die an der Umfrage teilgenommen hätten, würden ein Vermögen von ca. 400 Milliarden Euro verwalten.

Obwohl die Regulierungslandschaft ein herausforderndes Umfeld für deutsche Finanzberater und ihre Kunden schaffen könnte, werde die Regulierung derzeit nicht als größtes Hindernis für Allokationen in Kryptowährungen betrachtet. 34 Prozent der deutschen Berater hätten angegeben, Volatilität sei der häufigste Grund dafür, dass sie noch keine Allokationen in Kryptowährungen getätigt hätten. Die nächsten häufigsten Hindernisse für deutsche Finanzberater seien ein Mangel an Regulierung (33 Prozent) und ein geringes Vertrauen (29 Prozent). Bei beiden handele es sich um bedeutende Barrieren im Hinblick auf eine Kapitalanlage in Kryptowährungen.

Sowohl das Bewusstsein für digitale Assets als auch die Investitionen in die Anlageklasse seien in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele professionelle Investoren seien mit der Rolle von digitalen Assets in einem Portfolio vertraut. Fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Berater seien davon überzeugt, dass digitale Assets aufgrund ihrer geringen Korrelation als Diversifizierung im Portfolio genutzt werden könnten. Weitere 20 Prozent seien der Ansicht, dass sie genutzt werden könnten, um Renditen über dem Marktdurchschnitt zu erwirtschaften. Eine Allokation in Kryptowährungen von ein bis zwei Prozent sei von einem Drittel (34 Prozent) der europäischen Finanzberater als angemessen betrachtet worden.

Jason Guthrie, Head of Digital Assets bei WisdomTree, Europa, kommentiere: "Kryptowährungen sind neue Vermögenswerte und können in Portfolios auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Bei einer Kategorisierung aller Assets auf dieselbe Weise werden Nuancen und unterschiedliche Anwendungsfälle von Coins ignoriert. Coins mit einer extrem hohen Marktkapitalisierung, wie Bitcoin und Ether, unterscheiden sich deutlich von der großen Auswahl an Altcoins, die auf dem Markt verfügbar sind. Trotz der diesjährigen Volatilität hat die Nachfrage nach digitalen Assets nicht nachgelassen. Deshalb müssen Berater vorausschauend handeln und sicherstellen, dass die Portfolios ihrer Kunden effektiv verwaltet und die Risiken bei Investments in diese neue Anlageklasse minimiert werden."

Auf die Frage nach der Risikobereitschaft seit Beginn der COVID-19-Pandemie habe fast die Hälfte (47 Prozent) der Berater in Europa angegeben, dass ihre Kunden risikoreichere Investments angestrebt hätten. Gründe dafür könnten möglicherweise die steigende Inflation sowie niedrige Zinsen sein. In Deutschland hätten 55 Prozent der Befragten einen Anstieg der Nachfrage nach risikoreicheren Anlagen beobachtet, während 32 Prozent die Risikobereitschaft als unverändert wahrgenommen hätten.

Aufgrund der hohen Volatilität auf dem Markt für Kryptowährungen im Jahr 2021 werde es für Berater immer wichtiger, dass sie ihre Kunden durch Informationsmaterial und Research unterstützen könnten.

Jason Guthrie kommentiere abschließend: "In der EU stellen wir fest, dass die Berater einen Zugang zu Kryptowährungs-ETPs ermöglichen und ihre Kunden so bei der Stange halten. Doch für die meisten Finanzberater stellt dies immer noch eine Herausforderung dar. Ein Investment über ETPs ermöglicht ein Engagement in dem zugrunde liegenden Vermögenswert, ohne dass der Investor dazu öffentliche oder private Schlüssel verwalten muss. Die Kunden brauchen sich also keine Gedanken um die Aufbewahrung von Coins in digitalen Wallets zu machen und erhalten zudem besseren Zugang zu Beratungsdienstleistungen und Informationsmaterial. Wenn die Kunden eines Beraters vorhaben, unabhängig von der Beziehung zu ihrem Berater in Kryptowährungen zu investieren, sollte sich dieser über die Anlageklasse informieren und seinen Kunden selbst den Weg zu Kryptowährungen weisen - das minimiert das Kapitalrisiko. Risikomanagement und Information sollten Priorität haben, vor allem bei einer so neuen und sich schnell entwickelnden Anlageklasse." (26.10.2021/fc/n/m)