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Schwieriges Umfeld für aktive Manager im dritten Quartal


22.11.17 10:29
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Aus der jüngsten Studie von Lyxor geht hervor, dass mit 31% weniger als ein Drittel der aktiven Manager in Europa ihre Benchmark im dritten Quartal übertrafen, so die Experten von Lyxor Asset Management.

Dies entspreche einem Rückgang von 24% gegenüber dem vorhergehenden Quartal. 35% der aktiven Aktienmanager hätten eine Outperformance erzielt. Eine Erklärung hierfür sehe Lyxor im stabilen makroökonomischen Umfeld und in der gesunkenen Volatilität, die zu einer Begrenzung der Alpha-Chancen geführt hätten. Gegenüber dem zweiten Quartal, in dem 63% der aktiven Aktienmanager ihre Benchmark übertroffen hätten, markiere dies einen deutlichen Unterschied.

Das stabile makroökonomische Umfeld, wenig neue Impulse und eine geringe Volatilität hätten aktiven Aktienmanagern die Alpha-Generierung im dritten Quartal erschwert. Die Outperformance von Risikofaktoren gegenüber den Benchmarks sei außerhalb von Europa, wo sich Value- und Momentum-Faktoren gut entwickelt hätten, stark begrenzt gewesen. In Japan, den USA, den Schwellenländern und Europa hätten die meisten aktiven Manager ihre Engagements in defensiven Bereichen (Low Beta und Quality) während des Berichtszeitraums erhöht oder beibehalten.

Die Performance britischer Aktienfonds habe am stärksten nachgegeben. Die Manager hätten hier unter ihrer Abhängigkeit von auf die Binnenwirtschaft ausgerichteten Aktien gelitten, die im dritten Quartal zurückgeblieben seien. Europäische Large- und Mid-Cap-Aktienfonds hätten sich besser entwickelt, da 53% der Manager eine Outperformance erzielt hätten. Dieser Wert liege deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Der Grund dafür sei gewesen, dass die aktiven Manager hier erfolgreich von defensiven Wachstums- und Qualitätsaktien mit niedrigem Beta zu zyklischen Werten umgeschichtet hätten, um vom Aufschwung in Europa zu profitieren. Diese Manager hätten das Momentum von Aktien mit hohem Beta genutzt, da sich der Value-Faktor im dritten Quartal nach wie vor überdurchschnittlich entwickelt habe.

Für Fixed-Income-Manager habe sich das Quartal insgesamt als schwierig erwiesen. Das Umfeld mit stabilen Zinsen habe dazu geführt, dass lediglich 26% der Manager von europäischen Staatsanleihen und 9% der Manager von Hochzinsanleihen im dritten Quartal eine überdurchschnittliche Entwicklung verzeichnet hätten. Manager von Hochzinsanleihen mit defensiveren Portfoliopositionen hätten unter der Rally bei den Kreditspreads gelitten. Lediglich 22% der Manager von Unternehmensanleihen hätten eine Outperformance erzielt.

"Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Fondsauswahl beim Aufbau eines Portfolios ist. Im dritten Quartal etwa wäre es in den Bereichen europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen, europäische Staatsanleihen und US-Aktien angesichts der begrenzten Anzahl von Managern, die ihre Benchmark übertroffen haben, besser gewesen, auf ein passives Management zu setzen. Bei europäischen Aktien, wo mehr als die Hälfte der aktiven Manager eine Outperformance gegenüber ihrer Benchmark erzielten, hätte sich hingegen eine Auswahl der besten aktiven Manager positiv auf das Portfolio ausgewirkt", erkläre Marlene Hassine Konqui, Head of ETF Research bei Lyxor.

Um Anleger bei der Optimierung des Portfolioaufbaus zu unterstützen, habe Lyxor Research ein quantitatives Modell zur Überwachung von Markttrends entwickelt, das eine dynamische faktorbasierte Allokation ermögliche. Für all jene, die nicht das Risiko eingehen möchten, einen falschen Manager auszuwählen, halte Lyxor eines der größten Angebote von ETFs in Europa bereit. (22.11.2017/fc/n/s)