SPDR MSCI Japan UCITS ETF: Können die japanischen Aktienbewertungen mit den US-amerikanischen mithalten?


29.11.21 14:16
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Trotz der deutlich besseren Performance in den letzten drei Monaten werden japanische Aktien im Vergleich zu globalen Aktien weiterhin zu historisch niedrigen Bewertungen gehandelt, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Allerdings sehe man jetzt einige Fortschritte, die dazu beitragen könnten, dass Japan in Bezug auf die Bewertung zu den USA und anderen Regionen aufschließe.

Man sehe nun die Chance, dass endlich finanzpolitische Konjunkturpakete verabschiedet würden, um die japanische Erholung zu unterstützen. Obwohl die Nachrichtenlage in den Wochen seit der Amtseinführung von Premierminister Kishida sehr unbeständig in diesem Bereich gewesen sei, habe es in letzter Zeit einige positive Entwicklungen gegeben. Dazu gehöre, dass Kishida einen festen Plan für ein 30-Billionen-JPY-Paket vorgestellt habe, welches Bargeldauszahlungen für Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren und eine Subvention zur Förderung des Inlandstourismus im Lande vorsehe.

Die jüngste Quartalssaison habe ebenfalls dazu beigetragen, die Stimmung für japanische Aktien zu verbessern, da die Unternehmen hohe Gewinne gemeldet hätten. Diese seien durch einen schwächeren JPY gegenüber dem USD angekurbelt worden. Die japanische Bank (BoJ) werde die niedrigen Zinssätze länger beibehalten, als andere Zentralbanken der Industrieländer, was Exporte begünstige. Diese Saison habe auch gezeigt, dass die Bilanzen der japanischen Unternehmen äußerst stabil seien, da fast 50 Prozent der japanischen Unternehmen mehr Eigenkapital als Schulden hätten.

Japan habe im Vergleich zu anderen Ländern mit strengen Lockdownmaßnahmen zu kämpfen gehabt, insbesondere in diesem Jahr, als die Regierung mehrmals den Notstand ausgerufen habe. Es gebe jedoch erste positive Anzeichen dafür, dass das Land in der Lage sein sollte, alles wieder sicher öffnen zu können, nachdem die Impfungen verstärkt worden seien und die COVID-Fälle und -Todesfälle deutlich zurückgegangen seien. Während Japan in der Regel während wirtschaftlichen Erholungen zyklisch gut abschneide, dürfte die Wiedereröffnung den übrigen Wirtschaftssektoren einen weiteren Schub verleihen.

Schließlich habe die angespannte Lage auf dem japanischen Arbeitsmarkt vor der Pandemie dazu geführt, dass sich der Arbeitsmarkt schneller habe erholen können als in anderen Regionen, wobei die Arbeitslosenquote zunächst stark angestiegen und dann wieder gesunken sei. Obwohl das Verhältnis zwischen Stellenangeboten und Bewerbern in letzter Zeit gesunken sei, liege es im historischen Vergleich immer noch auf einem vergleichbar normalen Niveau.

Das Hauptrisiko für japanische Aktien bestehe darin, dass die BoJ nicht in der Lage sei, die Zinssätze niedrig zu halten, und gezwungen sei, die Zinsen in einem ähnlichen Tempo wie in den USA zu normalisieren. Dieses Risiko sei durch die Tatsache unterstrichen worden, dass die Erzeugerpreise im Oktober um rund 8 Prozent und damit so schnell wie seit 40 Jahren nicht mehr gestiegen seien. Obwohl sich dieser Anstieg noch nicht vollständig in der Verbraucherinflation niedergeschlagen habe (die nach wie vor geringer sei als in anderen Regionen), bestehe natürlich die Gefahr, dass die Hersteller beginnen würden, diese Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Anleger, die in Japan investieren möchten, könnten dies über den SPDR MSCI Japan UCITS ETF tun, der mit einer TER von 12 Basispunkten der kostengünstigste ETF in Europa sei, der den MSCI Japan Index abbilde. (29.11.2021/fc/a/e)





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