Rohstoffhändler trotz positivem Konjunkturbild noch zurückhaltend
03.02.12 17:14
LB Baden-Württemberg
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Während die Geschäftsklima-Umfragen zurzeit ein fast schon rosiges Konjunkturbild zeichnen, die Schuldendebatte sich offenbar selbst eingeschläfert hat und die Aktienmärkte haussieren, scheinen die Rohstoffhändler dem Braten noch nicht ganz zu trauen, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Denn anders sei es kaum zu erklären, dass die zentralen Gesamtmarktbarometer wie GSCI und DJUBS in einem derart freundlichen Umfeld zuletzt wieder einen Gang zurückgeschaltet und seit Jahresbeginn gerade einmal 2 bis 3% zugelegt hätten. Aus der Makrosicht sei die relative Schwäche der Rohstoffe aber durchaus zu begrüßen, sorge sie doch dafür, dass das ohnehin nur moderate Weltwirtschaftswachstum nicht auch noch durch eine starke Rohwareninflation unter Druck gerate. Auf mittlere Sicht dürfte die jüngste Abkopplung indes kaum Bestand haben, womit die Rohstoffpreise entsprechendes Aufholpotenzial besitzen würden.
Die LBBW-Rohstoffindices hätten den ersten Handelsmonat 2012 mit einem Plus von 3,1% (Long Short), 6,6% (Top 10) und 9,1% (ExFood) beendet.
Die politischen Spannungen um den Iran hätten Brent in der vergangenen Woche steigen lassen. WTI sei dagegen vom relativ starken US-Lageraufbau ausgebremst worden. So hätten die Lagerbestände für Rohöl und Benzin in der letzten Woche um mehr als 7 Mio. Barrel zugenommen. Der Brent/WTI-Spread habe mit 16 USD den höchsten Stand seit Anfang November erreicht. Abseits von politischen Zitterprämien bleibe das fundamentale Bild bei Öl eher bearish. So dürften die chinesischen Ölimporte 2012 mit einer Zunahme von nur 6% die niedrigste Wachstumsrate seit 2006 aufweisen. Zudem sei die US-Benzinnachfrage zuletzt auf das niedrigste Niveau seit elf Jahren zurückgefallen.
Erdgas bleibe weiter extrem volatil. Für den mit einem Minus von 20% seit Jahresbeginn schwächsten Rohstoff im DJUBS-Universum sei es alleine in der letzten Woche um 12% nach unten gegangen.
Nach dem rasanten Jahresstart, in dessen Zuge die Preise von Kupfer und Co. auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert seien, hätten die Metallnotierungen zuletzt etwas schwächer tendiert. Für Bedenken habe u.a. der flaue Start im chinesischen Handel gesorgt, der nach den einwöchigen Neujahrsfeierlichkeiten auf eine preisbedingte Nachfragezurückhaltung schließen lasse. Obgleich eine Verschnaufpause an den Metallbörsen momentan durchaus geboten erscheint, sollte sich der jüngste Aufwärtstrend im weiteren Jahresverlauf nach Erachten der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg fortsetzen. (03.02.2012/ac/a/m)
Denn anders sei es kaum zu erklären, dass die zentralen Gesamtmarktbarometer wie GSCI und DJUBS in einem derart freundlichen Umfeld zuletzt wieder einen Gang zurückgeschaltet und seit Jahresbeginn gerade einmal 2 bis 3% zugelegt hätten. Aus der Makrosicht sei die relative Schwäche der Rohstoffe aber durchaus zu begrüßen, sorge sie doch dafür, dass das ohnehin nur moderate Weltwirtschaftswachstum nicht auch noch durch eine starke Rohwareninflation unter Druck gerate. Auf mittlere Sicht dürfte die jüngste Abkopplung indes kaum Bestand haben, womit die Rohstoffpreise entsprechendes Aufholpotenzial besitzen würden.
Die politischen Spannungen um den Iran hätten Brent in der vergangenen Woche steigen lassen. WTI sei dagegen vom relativ starken US-Lageraufbau ausgebremst worden. So hätten die Lagerbestände für Rohöl und Benzin in der letzten Woche um mehr als 7 Mio. Barrel zugenommen. Der Brent/WTI-Spread habe mit 16 USD den höchsten Stand seit Anfang November erreicht. Abseits von politischen Zitterprämien bleibe das fundamentale Bild bei Öl eher bearish. So dürften die chinesischen Ölimporte 2012 mit einer Zunahme von nur 6% die niedrigste Wachstumsrate seit 2006 aufweisen. Zudem sei die US-Benzinnachfrage zuletzt auf das niedrigste Niveau seit elf Jahren zurückgefallen.
Erdgas bleibe weiter extrem volatil. Für den mit einem Minus von 20% seit Jahresbeginn schwächsten Rohstoff im DJUBS-Universum sei es alleine in der letzten Woche um 12% nach unten gegangen.
Nach dem rasanten Jahresstart, in dessen Zuge die Preise von Kupfer und Co. auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert seien, hätten die Metallnotierungen zuletzt etwas schwächer tendiert. Für Bedenken habe u.a. der flaue Start im chinesischen Handel gesorgt, der nach den einwöchigen Neujahrsfeierlichkeiten auf eine preisbedingte Nachfragezurückhaltung schließen lasse. Obgleich eine Verschnaufpause an den Metallbörsen momentan durchaus geboten erscheint, sollte sich der jüngste Aufwärtstrend im weiteren Jahresverlauf nach Erachten der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg fortsetzen. (03.02.2012/ac/a/m)
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