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Privatkunden bescheren Union Investment Zuflüsse trotz Corona-Crash - Fondsnews


07.08.20 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Union Investment hat für das erste Halbjahr ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro verzeichnet, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Kursverfall an den Märkten im Zuge der Covid-19-Pandemie habe damit dem zentralen Fondsanbieter der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken zwar einen Dämpfer versetzt. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum habe das Haus noch Neugeld in Höhe von neun Milliarden Euro eingesammelt. Dennoch zeige sich das Geschäft relativ robust. Das verwaltete Vermögen sei um gut zehn Milliarden auf 359,8 Milliarden Euro geklettert.

"Der Lockdown spiegelt sich in der Entwicklung der Assets under Management und dem Neugeschäft im Vergleich zu den Vorjahren wider. Wir sind jedoch insbesondere wegen des starken Privatkundengeschäfts gut durch diese schwierige Phase gekommen", kommentiere Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, einer Mitteilung zufolge die Ergebnisse.

Das Privatkundengeschäft habe sich als tragende Säule des Neugeschäfts erwiesen. Mit 3,7 Milliarden Euro an Nettozuflüssen sei das Neugeschäft fast so stark wie im Vorjahreszeitraum mit 4,1 Milliarden Euro gewesen, heiße es weiter. Im institutionellen Geschäft hingegen habe die Gesellschaft unter dem Strich nur geringe Mittelzuflüsse in Höhe von 600 Millionen Euro verzeichnet.

Rückflüsse seien insbesondere bei Rentenkurzläufern durch Kunden zu verzeichnen gewesen, die krisenbedingt einen erhöhten Liquiditätsbedarf gehabt hätten, heiße es in der Mitteilung.

Kassenschlager im Privatkundengeschäft seien einmal mehr die Fondssparpläne gewesen. Selbst auf dem Höhepunkt der Corona-Wirren im März hätten Sparer weitere Verträge abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 232.000 Sparverträge seien unter dem Strich hinzugekommen. Das seien deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum mit 183.000 gewesen. "Anders als in der Finanzkrise ist das Vertrauen in die Fondsanlage ungebrochen", meine Reinke. Mit den klassischen Sparplänen, den Riester-Sparplänen und dem VL-Sparen verwalte Union Investment nunmehr 5,4 Millionen Fondssparpläne.

Großen Zuspruch hätten auch nachhaltige Fonds erfahren. Jeder zweite Euro des Neugeschäfts sei im ersten Halbjahr 2020 in entsprechende Vehikel geflossen, berichte das Haus. Das Volumen nachhaltiger Strategien im Privatkundengeschäft sei gegenüber dem Vorjahr von fünf auf 9,2 Milliarden Euro geklettert. "Das Thema Nachhaltigkeit ist endgültig auch bei Privatkunden angekommen", kommentiere Reinke. (07.08.2020/fc/n/s)