Offene Immobilienfonds: Marktstudie und Ratings 2018


12.06.18 13:00
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Die Ratingagentur Scope hat 13 offene Immobilienfonds für Privatanleger und weitere sieben Fonds für institutionelle Investoren analysiert, so die Experten von Scope Analysis.

Das Volumen der bewerteten Fonds belaufe sich zusammen auf rund 85 Mrd. Euro. Das Rating von Scope bringe das Risiko-Rendite-Verhältnis der Fonds im Vergleich zu Alternativanlagen zum Ausdruck. Im Durchschnitt seien die Risiken der offenen Immobilienfonds gestiegen. Hauptgrund seien hohe Ankaufsvolumina bei aktuell hohen Marktpreisen.

Das höhere Risiko werde jedoch durch steigende Renditen ausgeglichen. Die Renditesteigerungen würden vor allem auf hohen Vermietungsquoten und steigenden Immobilienwerten basieren. Hinzu komme, dass das Renditeniveau von Alternativanlagen weiter gesunken sei.

Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Ratings von fünf Fonds verbessert. Ein Rating habe sich verschlechtert. Darüber hinaus sei der grundbesitz Fokus Deutschland erstmals bewertet worden.

Trotz hoher Mittelzuflüsse sei die durchschnittliche Liquiditätsquote im vergangenen Jahr von 22,2% auf 21,0% gesunken. Zurückzuführen sei dieser leichte Rückgang vor allem auf effektive Liquiditätssteuerung und rege Investitionsaktivitäten. Dennoch: Mit über 20% befinde sich die durchschnittliche Liquiditätsquote weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Die nach Fondsvermögen gewichtete durchschnittliche Vermietungsquote der Fonds liege aktuell bei 95,3%. Damit sei der schon im Vorjahr hohe Vermietungsstand (94,5%) übertroffen worden.

Der erneute Rückgang des Leerstandes in den Objekten offener Immobilienfonds basiere wesentlich auf dem weiterhin positiven konjunkturellen Umfeld in Europa. In diesem Jahr erwarte rund die Hälfte der Anbieter weiter steigende Vermietungsquoten.

Die von Scope betrachteten offenen Immobilienpublikumsfonds hätten 2017 insgesamt 9,2 Mrd. Euro investiert. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 seien Objekte mit einem Volumen von zusammen 6,3 Mrd. Euro erworben worden.

Die Zunahme des Investitionsvolumens sei vor allem auf die nach wie vor hohen Mittelzuflüsse zurückzuführen. Die beiden aktivsten Fonds 2017 seien der hausInvest und der UniImmo: Europa gewesen. Beide Fonds hätten jeweils Objekte für mehr als 1,5 Mrd. Euro in ihre Portfolios übernommen.

Sämtliche Anbieter offener Immobilienfonds würden ihre Lage in diesem Jahr als gut oder sehr gut beurteilen. Auch für 2019 sei keine Eintrübung der Stimmungslage in Sicht.

Fast 60% der Anbieter würden mit deutlichen Zuflüssen in diesem Jahr rechnen (das heißt: mehr als 5% des Bestandsvolumens). Rund ein Viertel der Befragten erwarte moderate Zuflüsse. Nur 15% würden mit einer Stagnation rechnen. Kein Anbieter rechne mit Netto-Mittelabflüssen. Die Renditeerwartungen seien im Vergleich zur Vorjahresumfrage signifikant gestiegen.

Offene Immobilienfonds würden sich auch in diesem Jahr großer Nachfrage erfreuen. Hauptgrund bleibe die im aktuellen Marktumfeld vergleichsweise attraktive Rendite. Die hohen Mittelzuflüsse in bestehende Fonds würden dazu führen, dass neue Anbieter auf den Markt drängen würden.

Die größte Herausforderung für Asset Manager bleibe der Ankauf von attraktiven Objekten. Sie nähmen dabei zunehmend größere Risiken in Kauf, um die ihnen zufließenden Mittel zu investieren. (12.06.2018/fc/n/s)





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