Offene Immobilienfonds in Auflösung: Weitere Wertkorrekturen erwartet


20.11.13 09:40
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope hat alle elf offenen Immobilienfonds in Auflösung analysiert, so die Analysten von Scope Analysis.

Dabei seien alle bislang erfolgten Verkäufe betrachtet worden. Darüber hinaus habe Scope auch die Wertentwicklung und die Risiken der verbleibenden Bestandsobjekte untersucht.

Seit Bekanntgabe der Auflösung hätten die elf Fonds in Abwicklung insgesamt 126 Objekte veräußert. Im Durchschnitt habe der Verkaufspreis 12,5% unterhalb des Verkehrswertes zum Zeitpunkt der Auflösungsbekanntgabe gelegen. Mit Fortschreiten der Abwicklungsfrist würden die Wertverluste zunehmen. Während sich der durchschnittliche Unterschied zwischen Verkaufspreis und gutachterlichem Verkehrswert im ersten Jahr nach Auflösungsbekanntgabe noch in Grenzen halte (-6,9%), liege er im zweiten und dritten Jahr bereits bei -18,5% bzw. -22,2%.

Die 381 noch im Bestand der Fonds befindlichen Objekte hätten seit Auflösungsentscheidung im Durchschnitt 4,5% an Wert verloren. Im Zuge der Veräußerung dieser Objekte erwarte Scope weitere Wertkorrekturen in Höhe von durchschnittlich rund 5% auf die Verkehrswerte zum Zeitpunkt der Auflösungsbekanntgabe. Die Portfolios der Fonds würden sich allerdings deutlich unterschieden, sodass bei einigen Fonds mit weiteren Abschlägen von bis zu 15% zu rechnen sei.

Scope habe für alle 381 noch in den Portfolios befindlichen Objekten ein Risiko-Scoring durchgeführt. Dabei sei auf die wichtigsten Immobilienrisiken abgestellt worden. Die risikoärmsten Immobilienportfolios hätten: KanAm grundinvest-Fonds, CS EUROREAL, TMW Immobilien Weltfonds, SEB ImmoInvest.

Besonders hohe Risiken in den Restportfolios sehe Scope bei: DEGI GLOBAL BUSINESS, DEGI INTERNATIONAL, DEGI GERMAN BUSINESS, AXA Immoselect.

Die größten Wertverluste - sowohl bei bereits verkauften als auch bei Bestandsobjekten - hätten Immobilien in Japan (-49,4%), in den Niederlanden (-14,9%), in Spanien (-14,5%) und in USA (-10,8) verzeichnet.

Objekte mit hohen Vermietungsquoten (über 97%) hätten erwartungsgemäß geringere Verluste zu verzeichnen als Objekte mit niedrigeren Vermietungsquoten. Dies gelte sowohl bei bereits verkauften als auch bei Bestandsobjekten. Vor allem bei Objekten mit Leerständen von mehr als 42% seien die Abschläge zweistellig ausgefallen.

Der Einfluss der Objektgröße - sowohl bei bereits verkauften als auch im Bestand - auf die Wertentwicklung sei dagegen nicht durchschlagend: Im Durchschnitt hätten die Objekte fast aller Größenklassen zwischen 8,1% und 9,3% an Wert verloren. Lediglich die sehr großen Objekte (200 bis 500 Mio. Euro) hätten mit einem Minus von nur 1% besser abgeschnitten. (News vom 19.11.2013) (20.11.2013/fc/n/s)





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