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Österreichischer Fondsverband VÖIG: Fondsvolumen ist 2018 um -6,2% gesunken - Fondsnews


15.01.19 09:30
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Erstmals nach sieben Jahren mit Volumenszuwächsen hat das österreichische Fondsdomizil 2018 laut Fondsverband VÖIG ein Jahr mit Volumensrückgang hinnehmen müssen, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften sei gegenüber dem Jahresultimo 2017 um rund 10,88 Mrd. Euro bzw. - 6,2 Prozent auf 164,6 Mrd. Euro gesunken. Die Volumensveränderung setze sich aus 0,81 Mrd. EUR Nettomittelabflüssen, 1,63 Mrd. EUR Ausschüttungen und 8,43 Mrd. EUR Kursverlusten zusammen.

Die Nettomittelabflüsse hätten in Summe rund 0,81 Mrd. Euro betragen, wobei bei den institutionellen Anlegern Nettomittelzuflüsse von 2,41 Mrd. Euro erzielt worden seien und im Publikumsfondsbereich Nettomittelabflüsse von -3,21 Mrd. Euro erfolgt seien. Die größten Abflüsse seien im Rentenfondsbereich mit rund 2,96 Mrd. Euro ersichtlich. Im Aktienfondsbereich sei es zu Nettomittelabflüssen von rund 0,02 Mrd. Euro gekommen und in dem für die Industrie besonders wichtigen Bereich der gemischten Fonds seien 2,19 Mrd. Euro zugeflossen.

Performancesieger seien 2018 die Immobilienfonds mit 2,31 Prozent gewesen. Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds habe sich die Performance zwischen rund -7,52 und -3,39 Prozent bewegt. Im Rentenbereich hätten die Rentenfonds mit Schwergewicht Euro mit -2,91 Prozent performt. Die Aktienfonds hätten in allen Kategorien negativ performt. Im 5-Jährigen Performancevergleich habe die Wertentwicklung bei Aktienfonds Nordamerika rund 6,9 Prozent p.a. betragen, bei Aktienfonds Asien rund 5,2 Prozent p.a., bei internationalen Aktienfonds rund 4,5 Prozent p.a. und bei Aktienfonds Österreich 2,34 Prozent p.a..

Die gemischten Portfolios hätten zwischen 1,68 Prozent und 2,36 Prozent p.a. performt. Die Vorteile der langfristigen Vorsorge mittels Fondssparplan würden bei der Betrachtung der 10-Jährigen Performancedaten deutlich, so habe die Performance Aktienfonds Nordamerika 10,7 Prozent p.a. betragen, bei Aktienfonds Asien 8,4 Prozent p.a., bei internationalen Aktienfonds 6,7 Prozent p.a., bei Aktienfonds Österreich 6,6 Prozent p.a. und die gemischten Portfolios hätten zwischen 2,38 und 3,87 Prozent p.a. performt.

Insgesamt hätten die 17 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende Dezember 2018 2.006 Wertpapierfonds verwaltet, davon 760 Publikumsfonds und 1.246 Spezialfonds. Es seien 192 Fonds geschlossen und 165 fusioniert worden. Gleichzeitig seien im vergangenen Jahr 55 Fonds neu aufgelegt worden.

Die offenen Immobilien-Investmentfonds seien 2018 erneut stark gewachsen. Das Fondsvolumen habe sich um 11,6 Prozent auf rund 8,3 Mrd. Euro erhöht, wobei sich die Nettomittelzuflüsse auf 766,5 Mio. Euro belaufen hätten. Die fünf Immobilien-Investmentfondsgesellschaften hätten 13 Fonds (Sieben Publikumsfonds und sechs Spezialfonds) verwaltet. Die durchschnittliche 1 Jahres-Performance habe 2,31 Prozent betragen.

"Erstmals nach sieben Jahren mit Volumenszuwächsen haben wir 2018 ein Jahr mit einer schwächeren Volumensentwicklung gesehen. Das ist zwar nicht erfreulich, aber nichts Außergewöhnliches, wenn man bedenkt, dass es im Vorjahr viele Unsicherheitsfaktoren an den Märkten gegeben hat", betone VÖIG-Präsident Heinz Bednar in einer Stellungnahme. Er zeige sich guter Dinge, dass die Vorjahresverluste in diesem Jahr aufgeholt werden könnten. Das gute wirtschaftliche Gesamtumfeld habe sich kaum geändert und die Niedrigzinspolitik lasse die Investoren nach attraktiven langfristigen Anlageformen Ausschau halten. "Gerade auf längere Sicht bringen Investmentfonds attraktive Erträge", so Bednar. (15.01.2019/fc/n/s)