Neuer HSBC GIF Frontier Markets-Fonds


28.02.12 11:58
HSBC Global Asset Management (Deutschlan

Düsseldorf (www.fondscheck.de) - Mit dem neu aufgelegten HSBC GIF Frontier Markets Fund (ISIN LU0666199749 / WKN A1JRL8) können ab sofort auch Privatanleger in aussichtsreiche Grenzmärkte - so genannte Frontier Markets - investieren, so die Experten von HSBC Global Asset Management (Deutschland).

Das seien Staaten, die sich auf dem Weg zum Schwellenland befinden würden. "Beispiele dafür sind Katar, Nigeria, Pakistan, Vietnam, Rumänien und Argentinien", habe Fondsmanager Andrew Brudenell von HSBC Global Asset Management gesagt. Diese Märkte würden sich typischerweise in einer frühen Phase der wirtschaftlichen, politischen und finanziellen Entwicklung befinden. Brudenell investiere in Aktien von Unternehmen, die in Grenzländern ansässig beziehungsweise aktiv seien. Das Portfolio solle zwischen 70 und 90 Unternehmen enthalten, womit eine breite Streuung möglich sei. Aktuell würden Afrika und der Mittlere Osten 50 Prozent des Frontier-Markets-Investmentuniversums ausmachen, Asien und Lateinamerika rund 40 Prozent und Osteuropa rund zehn Prozent.

"Frontier Markets unterscheiden sich von anderen Märkten dadurch, dass der lokale Aktienmarkt stark von lokalen Investoren beeinflusst wird", erkläre Brudenell, "und diese bleiben den Titeln oftmals treu - insbesondere aufgrund regelmäßiger Dividendenzahlungen." Außerdem seien die Unternehmen meist in geringerem Maße als in anderen Ländern von externen internationalen Ereignissen abhängig, da sie ihre Erträge hauptsächlich im Inland erwirtschaften würden.

Darüber hinaus seien die Gewinnaussichten für Frontier Markets gut: HSBC Global Asset Management zufolge sei in den Frontier Markets von diesem Jahr bis 2015 per anno ein Wachstum von rund fünf Prozent zu erwarten, während die Prognose für die Industrieländer bei zwei bis drei Prozent liege (HSBC-Schätzungen per Januar 2012). "Ferner sind die Frontier Markets derzeit attraktiv bewertet, denn in den Kursen ist ein zu niedriges Gewinnwachstum der Unternehmen eingepreist", ergänze Brudenell. Seiner Einschätzung nach seien die Märkte immer noch 50 Prozent niedriger bewertet als zu ihren Spitzenzeiten im Jahr 2008.

Allerdings seien in diesen Märkten politische wie auch spezifische ökonomische Risiken mitzubedenken. Zu Letzteren zähle neben Inflationsrisiken beispielsweise die oftmals starke Abhängigkeit von Rohstoffen, vor allem vom Ölpreis. "Unserer Ansicht nach müsste der Ölpreis allerdings unter die Marke von 65 USD fallen, um für die Investoren ein Problem darzustellen", habe Brudenell gesagt; aktuell liege der Ölpreis bei 108,48 USD (per 28.02.2012).

"Im Allgemeinen sind die Aktienbörsen in den Frontier Markets von Finanztiteln, Telekomaktien und Industrie- sowie Energiewerten geprägt", erläutere der Fondsmanager weiter. Finanzwerte, insbesondere Banken, seien normalerweise die ersten Listings an einer noch jungen Börse. Gegenwärtig würden diese rund 50 Prozent des Investmentuniversums des Fonds repräsentieren; dieser Prozentsatz werde nach Einschätzung Brudenells im Zeitablauf sinken, wenn die Anzahl der gelisteten Unternehmen steige. "Die Finanzinstitute in den Frontier Markets nehmen im Wesentlichen die Grundfunktionen einer Bank wahr, es geht also um das Einlagen- und Kreditvergabegeschäft, nicht um komplizierte - und gegebenenfalls risikoreiche - Finanzgeschäfte", so Brudenell.

Telekomaktien, Industrie- und Energiewerte würden jeweils rund zehn Prozent des Investmentuniversums darstellen, die restlichen 20 Prozent würden auf nicht-zyklische Konsumgüter, Versorger und Baustoffe entfallen. "Die Branchen Telekom, Industriewerte und Energie sind oftmals gut aufgestellte Bereiche. Sie profitieren von der Technologie, die sich bereits in den Industrienationen bewährt hat", erkläre der Fondsmanager. (28.02.2012/fc/n/n)





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