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Neue Fondsbesteuerung ab 2018: Was Anleger wissen müssen - Fondsnews


19.04.17 09:55
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ab Anfang Januar 2018 ändert sich die Besteuerung von Publikumsfonds, berichten die Experten vom BVI.

In Deutschland aufgelegte Fonds müssten auf bestimmte inländische Erträge Steuern in Höhe von 15 Prozent aus dem Fondsvermögen zahlen. Bislang würden nur die Anleger besteuert, nicht aber die Fonds. Die gute Nachricht sei: Die meisten Privatanleger würden unter dem Strich nicht mehr Steuern zahlen als bisher. Denn sie würden einen Ausgleich über Teilfreistellungen von der Abgeltungsteuer erhalten. Darauf weise die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften hin.

Die Höhe des steuerfreien Anteils richte sich dabei nach der Art des Fonds, also ob es sich um einen Aktien,- Misch- oder Immobilienfonds handle. Der deutsche Fondsverband BVI habe die Eckpunkte und die knapp 50 wichtigsten Fragen und Antworten zur Reform für Fondsberater und Vermittler in einer Broschüre zusammengefasst. Auch Privatanleger könnten sich darüber informieren. Die Broschüre gebe es auf der Webseite des Verbands direkt zum Download.

Versteuern müssten Fonds künftig Dividenden, Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien, falls diese Einkünfte aus Deutschland stammen würden. Auch für die Besteuerung der laufenden Erträge und der Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen bei den Anlegern würden neue Regeln gelten.

Durch den Systemwechsel falle ab 2018 außerdem der Bestandsschutz für diejenigen Fondsanteile weg, die Anleger vor 2009 erworben hätten. Für die meisten Privatanleger würden die Folgen dieses Wegfalls aber durch einen Freibetrag von 100.000 Euro abgemildert. Anleger sollten diese Alt-Anteile daher unbedingt ins Jahr 2018 mitnehmen und nicht zuvor verkaufen, um ihren Freibetrag nicht zu verschenken. (19.04.2017/fc/n/s)