Morgan Stanley schwingt sich zu Europas Top-Fondsverkäufer auf - Fondsnews


26.07.18 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Morgan Stanley Investment Management sammelte im ersten Halbjahr europaweit das meiste Geld ein. Dies berichtet der Branchendienst "Financial News" und beruft sich dabei auf Daten der Ratinggesellschaft Morningstar, so die Experten von "FONDS professionell".

Demnach habe der amerikanische Asset Manager ein Nettomittelaufkommen von fünf Milliarden Pfund erzielt, also rund 5,6 Milliarden Euro. Morgan Stanley IM betreue ein Vermögen von rund 400 Milliarden Euro, fast 30 Prozent davon in Europa.

Der Anbieter habe dabei an größeren Konkurrenten wie etwa dem Branchenriesen BlackRock vorbeigezogen und J.P. Morgan Asset Management auf den zweiten Platz der Absatzspitzenreiter verwiesen. Der Erfolg gehe vor allem auf den Morgan Stanley Global Opportunity Fund zurück. Das Flaggschiff habe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2,7 Milliarden Euro frisches Geld eingesammelt - und sei damit unter die fünf absatzstärksten Fonds in Europa gerückt.

Der zweitplatzierte Anbieter J.P. Morgan AM habe bei seinem Global Income Fund (ISIN LU0395794307 / WKN A0RBX2) Zuflüsse in Höhe von rund drei Milliarden Euro verzeichnet. Das Dickschiff erreiche damit ein Volumen von fast 26 Milliarden Euro. Der Fondsableger der US-Bank habe insgesamt in Europa fast fünf Milliarden Euro abgesetzt.

Dicht darauf würden Old Mutual Investors mit 4,5 und BlackRock mit 4,3 Milliarden Euro folgen. Der europaweite Verkaufsschlager unter den Fonds sei der Income and Growth von Allianz Global Investors gewesen, dem rund fünf Milliarden Euro zugeflossen seien.

Längst nicht bei allen Playern sei das Geschäft so gut gelaufen. Das fusionierte schottische Fondshaus Aberdeen Standard Investments habe in der ersten Jahreshälfte Abflüsse in Höhe von vier Milliarden Euro erlitten. Bereits eine geraume Zeit vor dem Zusammenschluss mit Standard Life habe Aberdeen Mittelabzüge verzeichnen müssen. Auch von Nordea Asset Management hätten Anleger Geld abgezogen - Grund dürfte die derzeitige Formschwäche das Flaggschiffes Stable Return sein, der darüber hinaus seit Herbst 2016 von Neuanlegern kein Geld mehr annehme. (26.07.2018/fc/n/s)