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Moody's: Passive werden klassische Portfolios massiv verdrängen - Fondsnews


15.11.18 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Marktanteil passiv gemanagter Fonds wird weiter steigen, prognostiziert die Ratingagentur Moody's, so die Experten von "FONDS professionell".

Ihrer Einschätzung nach werde bis zum Jahr 2025 rund ein Viertel des gesamten in Fonds verwalteten Vermögens in Europa in passiven Produkten stecken. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung sei voraussichtlich die gleichermaßen steigende ETF-Nachfrage bei institutionellen Investoren und Privatanlegern.

Im Basisszenario der Ratingagentur steige der passiv verwaltete Teil des Fondsvermögens in Europa von 14 Prozent Ende 2017 auf 22 Prozent. Im sogenannten beschleunigten Szenario klettere der Anteil passiver Fonds am gesamten von Fonds verwalteten Vermögen bis zum Jahr 2025 sogar auf 27 Prozent. Der Marktanteil von ETFs wachse in diesen Szenarien von aktuell 6,2 Prozent auf elf beziehungsweise 14 Prozent.

Indexfonds würden in den kommenden Jahren wegen ihrer Flexibilität, Liquidität und nicht zuletzt ihrer niedrigen Kosten zunehmend zu einem zentralen Bestandteil institutioneller Portfolios werden, sage Moody's-Analystin Marina Cremonese. Klassische Asset Manager mit passiven Produkten in der Palette wie BlackRock (iShares), Société Générale (Lyxor) oder Fidelity dürften von dieser Entwicklung profitieren.

Kleinanleger in Europa würden sich bei ETF-Investments bisher zurückhalten. Das liege vor allem am Vertrieb, der meist über Banken laufe, die ihre eigenen Produkte unverändert in den Vordergrund stellen würden. Mit steigender Verbreitung beitragsorientierter Pensionspläne und im Zuge neuer regulatorischer Regeln dürften Indexfonds aber unter europäischen Kleinanlegern bald stärker akzeptiert werden, so die Moody's-Experten. (15.11.2018/fc/n/s)