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Money Monitor Juli 2020: ESG-ETFs sind weiterhin stark gefragt


14.08.20 11:40
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - ESG-ETFs setzen ihren starken Trend fort und verzeichnen weiterhin hohe Zuflüsse, das zeigt der Lyxor ETF Money Monitor für Juli 2020, so die Experten von Lyxor Asset Management.

ESG-ETFs in Europa hätten demnach 3,7 Milliarden Euro eingesammelt - annähernd so viel wie im Rekord-Vormonat. Insgesamt hätten in Europa-domizilierte ETFs im Juli Mittelzuflüsse von 13,3 Milliarden Euro verzeichnet. Dabei seien unter anderem 4,9 Milliarden Euro auf Anleihen-ETFs und 8,0 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs entfallen.

Die Zuflüsse hätten damit an die Trends des Vormonats angeknüpft. Allerdings hätten sich viele Investoren im Juli offenbar gefragt, ob sich die Markterholung fortsetzen werde. Die Zuflüsse in Asset-Klassen mit einem vergleichsweisen höheren Risiko seien deshalb begrenzt gewesen, während Geldmarktfonds insgesamt beachtliche Zuflüsse in Höhe von 68,8 Milliarden Euro verzeichnet hätten.

Anleihenprodukte seien denn auch stärker gefragt als Aktien-basierte Investmentlösungen gewesen. Rentenfonds und Renten-ETFs hätten im Juli Netto-Mittel-Zuflüsse in Höhe von 32,0 Milliarden Euro verzeichnet. Davon seien 27,1 Milliarden Euro auf Renten-Fonds und 4,9 Milliarden Euro auf Renten-ETFs entfallen.

Im Vergleich dazu hätten die Zuflüsse im Aktienbereich 15,3 Milliarden Euro betragen. 7,3 Milliarden Euro seien dabei die Aktienfonds und 8,0 Milliarden Euro in Aktien-ETFs geflossen.

Besonders beliebt seien vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr Goldinvestments. Seit Jahresbeginn hätten in Europa-domizilierte Goldfonds und ETPs mehr als 11,3 Milliarden Euro an Vermögenswerten angehäuft. Und es sehe derzeit nicht danach aus, als würde sich der Trend verlangsamen. Das hänge mit dem Marktumfeld zusammen. Die Covid-19-Krise habe die Zentralbanken der Welt zu enormen geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen veranlasst. Die Regierungen würden nach wie vor umfangreiche Pläne zur Wiederankurbelung des Wirtschaftswachstums aufsetzen. Der Goldpreis sei deshalb im Juli weiter angestiegen - diese Entwicklung sei zudem durch rekordtiefe Realrenditen verstärkt worden. Aufgrund der massiven Stimulierungsmaßnahmen, die die Realzinsen mittelfristig auf Rekordtiefstständen halten dürften, würden die Anleger mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises rechnen. (14.08.2020/fc/n/e)