JPMorgan Investment Funds - Global Opportunistic Conv. Income Fund: Wandelanleihen weiterhin vorteilhaft


23.10.20 14:00
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management macht sich das asymmetrische Renditeprofil von Wandelanleihen in diesem Jahr besonders bezahlt.

Zunächst habe im März der Bond Floor - also die Rückzahlung mindestens zum Anleihen-Nennwert - eine Begrenzung der Kursverluste geboten und später habe die eingebettete Option eine Partizipation an der Erholung des Aktienmarktes ermöglicht. So hätten sich Wandelanleihen außerordentlich schnell vom Markteinbruch im März erholen können und würden seit Jahresanfang einen deutlich positiven Ertrag von 14,5 Prozent ausweisen (per 30.09.2020). Damit hätten sie andere Anlageklassen wie Staatsanleihen (5 Prozent), Unternehmensanleihen hoher Bonität (4,2 Prozent) sowie globale Aktien (0 Prozent) deutlich übertroffen.

Im Vergleich zu Hochzinsanleihen würden Convertibles weiterhin einen attraktiven Risikoaufschlag ausweisen. "Dass viele Zentralbanken im März die Zinssätze weiter senkten und seitdem Investment-Grade- sowie High-Yield-Unternehmensanleihen auf dem Sekundärmarkt aufkaufen, hat zu einer dramatischen Einengung der Spreads in diesen Anleihensegmenten geführt. Wandelanleihen sind in den Ankaufprogrammen der Zentralbanken nicht enthalten und bieten Anlegern damit weiterhin attraktive Renditemöglichkeiten", betone Karsten Stroh, Investment Specialist bei J.P. Morgan Asset Management.

Der Experte führe aus, dass die Bewertungen immer noch attraktiv seien. "Der globale Markt für Wandelanleihen ist in diesem Jahr deutlich günstiger geworden. Trotz leichtem Anstieg im dritten Quartal 2020 bietet sich für Investoren weiterhin ein attraktiver Einstiegspunkt, da auch jetzt noch viele Convertibles mit einem erheblichen Abschlag zu ihrem eigentlichen Wert handeln", so Stroh. Zudem bedeute die überdurchschnittlich hohe Emissionstätigkeit an den Primärmärkten, dass Bewertungen am Sekundärmarkt bisher überdurchschnittlich günstig geblieben seien. Allein im September 2020 seien mehr als 11 Milliarden US-Dollar neu aufgelegt worden und bis zum Jahresende werde ein Rekordvolumen von rund 200 Milliarden US-Dollar erwartet.

Auch für die weiteren Marktaussichten sei der Experte positiv gestimmt: "Die wirtschaftliche Erholung sollte weiter fortschreiten, da sich die makroökonomischen Daten verbessern, was das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern stärkt. Das beispiellose Niveau der monetären und fiskalischen Anreize wird das globale Wachstum voraussichtlich für die nächsten Monate weiter unterstützen. Wir sind uns jedoch der drohenden Ereignisrisiken bewusst, beispielsweise die Unsicherheit über den US-Wahlausgang sowie geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Brexit. Auch spielt die weitere Entwicklung der Corona-Infektionen eine zentrale Rolle, da die aktuell dramatische Zunahme der Fälle wieder zu verstärkten wirtschaftlichen Einschränkungen führen könnte", erläutere Stroh. So würden die Entwicklung rund um COVID-19 und die Auswirkungen auf die Cashflows von Unternehmen eng überwacht.

Aber auch für steigende Marktschwankungen sehe der Experte die Wandelanleihen gut gerüstet: "Erstens bieten Wandelanleihen aufgrund ihrer festverzinslichen Merkmale Schutz bei Abwärtsbewegungen des Marktes. Zweitens kann dies Rückenwind für die Bewertungen bringen, denn bei erhöhter Volatilität kann sich der Wert der eingebetteten Option erhöhen. Und drittens haben sich Wandelanleihen in Zeiten erhöhter Marktvolatilität historisch immer besser als Aktien entwickelt", unterstreiche Stroh. Denn falls sich die Aktienmärkte nicht erholen würden, würden die Anleihen mindestens zum Nennwert zurückgezahlt. Dadurch könnten Wandelanleihenfonds mit ihrem asymmetrischen Chancen-Risiko-Profil auch reine Mischfondsdepots sehr gut ergänzen. Leider sei diese Anlageklasse in vielen Kundendepots unterrepräsentiert oder überhaupt nicht vorhanden.

Die besonderen Chancen im Markt der Wandelanleihen habe J.P. Morgan Asset Management bereits frühzeitig erkannt und neben den bewährten Wandelanleihen-Strategien zum 21. Juli 2020 den JPMorgan Investment Funds - Global Opportunistic Convertibles Income Fund (ISIN LU2190469283 / WKN A2P6YU, A (acc) EUR (hedged); ISIN LU2190470703 / WKN A2P6Y6, A (acc) USD; ISIN LU2190469010 / WKN A2P6YT, A (div) EUR (hedged); ISIN LU2190470612 / WKN A2P6Y5, A (div) USD) aufgelegt. Der Fonds nutze gezielt die durch die Corona-Krise vorherrschenden technischen Marktverwerfungen auf dem globalen Markt für Wandelanleihen und habe einen einkommensorientierten Ansatz. Dazu nutze er vorzugweise Wandelanleihen mit anleihenähnlichen Merkmalen, da allein die zwei Komponenten Kupon und Einstiegskurs einen Einstieg für konservativere Investoren rechtfertigen würden.

Die Option als dritte Komponente der Wandelanleihe könnte bei sehr positiver Börsenentwicklung noch eine Zusatzrendite erwirtschaften. Die angestrebte Volatilität liege zwischen drei und sechs Prozent und damit niedriger als bei ausgewogenen Wandelanleihenstrategien. Durch die begrenzte Laufzeit und den Bond Floor dürfte die Schwankung mit zunehmender Anlagedauer abnehmen und damit für viele Anleger mit einem Anlagehorizont von etwa vier Jahren interessant sein. Das Kreditrisiko werde im Investmentprozess über das spezialisierte hauseigene Research für Wandelanleihen gemanagt, das fundamentale und makroökonomische Aspekte sowie quantitative Erkenntnisse kombiniere.

"Beste Ideen": Aus der Vielzahl von Wandelanleihen, die unter ihrem Nennwert notieren würden, seien in den ersten drei Monaten der Laufzeit 38 Titel für das Fondsportfolio ausgewählt worden. Das durchschnittliche Rating liege bei BB+ und damit nahe von Investment-Grade. Dabei würden rund 40 Prozent auf Investment-Grade-Convertibles und 60 Prozent auf Hochzins-Wandelanleihen entfallen. Regional sei das Portfolio mit 70 Prozent in den Industrieländern investiert und mit 30 Prozent in den Schwellenländern.

Rund ein Viertel der Allokation liege im Sektor Telekommunikation, 20 Prozent im Finanzsektor und jeweils rund zehn Prozent in der Technologiebranche, Industriewerten, Grundstoffen und zyklischen Konsumgütern. Die durchschnittliche währungsgesicherte Verzinsung des Portfolios liege bei rund vier Prozent und die Aktiensensitivität betrage 19,4 Prozent. In die innovative Strategie seien bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar an Kundengeldern investiert worden. Die Wertentwicklung seit Auflage betrage 3,44 Prozent.

J.P. Morgan Asset Management verwalte seit 1995 Wandelanleihenportfolios und halte aktuell Convertibles-Strategien in Höhe von rund 5 Milliarden US-Dollar. Seit 2009 seien bereits mehrfach Marktverwerfungen genutzt worden, um opportunistische Wandelanleihen-Strategien aufzulegen, die nach Beendigung der besonders chancenreichen Phase jeweils erfolgreich aufgelöst worden seien. "Im aktuellen Marktumfeld bieten opportunistische Strategien mit Convertibles, die unterhalb ihres Nennwerts gehandelt werden, einen besonders attraktiven Einstieg in die Anlageklasse. Der opportunistische Ansatz ermöglicht aber auch bestehenden Anlegern eine gute Diversifizierung, da ein einkommensorientierter Fonds andere Ziele verfolgt als eine klassische Strategie", unterstreiche Karsten Stroh. Da das Zeitfenster für diese Opportunitäten begrenzt sei, habe auch der Fonds eine begrenzte Laufzeit. (23.10.2020/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU2190469283 A2P6YU 108,27 € 101,46 €
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