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Investmentsteuerreform: DJE weist künftig Mindestaktienquoten aus - Fondsnews


17.11.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die von Jens und Jan Ehrhardt geführte DJE Kapital hat auf die Anfang 2018 anstehenden regulatorischen Neuerungen reagiert und einige Änderungen bei den Produktinfos und der Kostenaufteilung für Researchleistungen vorgenommen, so die Experten von "FONDS professionell".

Das kommende Jahr bedeute für Finanzdienstleister in vielerlei Hinsicht Neuland. Die Finanzmarktrichtlinie Mifid II und die Investmentsteuerreform würden von ihnen einige Änderungen bei Prozessen und den Dokumenten ihrer Produkte verlangen.

Der Münchner Vermögensverwalter DJE Kapital werde daher zum einen ab 2018 in den Verkaufsprospekten ihrer Fonds die Mindestaktienquoten nennen. Dies hänge damit zusammen, dass Portfolios nach dem neuen Steuergesetz auf in Deutschland erzielte Dividenden, Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien 15 Prozent Steuern zahlen würden. Als Ausgleich würden Privatanleger eine Teilfreistellung erhalten, die wiederum von der Aktienquote des Vehikels abhänge: Für Mischfonds-Anleger seien 15 Prozent der Erträge steuerbefreit, wenn der Fonds mindestens 25 Prozent des Vermögens in Aktien investiere. Bei Aktienfonds umfasse die Steuerbefreiung 30 Prozent der Erträge, sofern eine Mindestaktienquote von 51 Prozent festgelegt worden sei.

"Um es unseren Anlegern so einfach wie möglich zu machen, arbeiten wir derzeit an der Aktualisierung unserer Produktunterlagen, wie etwa Fonds-Factsheets. Daraus soll klar hervorgehen, wie hoch die Mindestaktienquote des entsprechenden Misch- oder Aktienfonds ist", erkläre Thorsten Schrieber, Leiter der Bereiche Fondsvertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei DJE Kapital. "Darüber hinaus werden wir die damit verbundene Höhe der steuerlichen Teilfreistellung angeben, die mit der Investition in den jeweiligen Fonds verbunden ist."

Weiter kündige der Finanzportfolioverwalter an, dass er ab dem 3. Januar 2018 die Kosten für das gesamte Research selbst tragen werde. Der Hintergrund sei, dass im Zuge von Mifid II Fondsanbieter die Ausgaben für Studien genau aufschlüsseln müssten. Bislang würden Investmentbanken und Broker die Analysen im Gegenzug für Handelsaufträge verteilen. Solche Gegengeschäfte erschienen den Regulierern aber zu undurchsichtig, so die Experten von "FONDS professionell". Künftig müssten daher Asset Manager die Kosten für Wertpapiertransaktionen und Research gesondert ausweisen.

"Die Fundamentalanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil unserer hauseigenen FMM-Methode und die Basis für erfolgreiches und aktives Management. Unser DJE-Researchteam in Kombination mit dem externen Research sind zentral für unseren Unternehmenserfolg", führe Ulrich Kaffarnik, Vorstandsmitglied bei DJE Kapital und verantwortlich für den Bereich Fondsmanagement und -handel, aus. "Weil eine partnerschaftliche Beziehung zu den Kunden genauso wie Transparenz bei DJE an erster Stelle stehen, haben wir entschieden, diese Kosten für das Research selbst zu tragen." (News vom 16.11.2017) (17.11.2017/fc/n/s)