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Investmentfondssparen im Fokus


12.02.07 15:36
BVI

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Regelmäßiges Sparen mit Investmentfonds zahlt sich aus, berichten die Experten von BVI.

Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 100 Euro in Aktienfonds Deutschland angelegt habe, könne auf ein durchschnittliches Vermögen von knapp 190.000 Euro zugreifen. Dabei seien insgesamt nur 36.000 Euro eingezahlt worden. Dies entspreche einer durchschnittlichen jährlichen Wertentwicklung von 9,5 Prozent, so die aktuelle Sparplanstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management über Anlagezeiträume zwischen zehn und 35 Jahren per 31. Dezember 2006.

Hierbei seien alle Fondskosten berücksichtigt - auch der Ausgabeaufschlag. Bei langfristigem Sparhorizont hätten ebenfalls europa- und weltweit investierende Aktienfonds mit 8,3 Prozent bzw. 8,4 Prozent beeindruckende Renditen erreicht. Mit Euro-Rentenfonds hätten Sparer nach drei Jahrzehnten ein Vermögen von knapp 100.000 Euro aufgebaut; bei geringem Risiko habe sich auch ein dauerhaft angelegter Sparplan mit Offenen Immobilienfonds ausgezahlt. Nach 30 Jahren hätten rund 81.500 Euro resultiert. Beide Anlageklassen würden wesentlich geringer schwanken als Aktienfonds.

Langfristiges Aktienfondssparen lohne sich und sei für die Altersvorsorge - mit typischerweise langen Zeiträumen - bestens geeignet. Aus dem zum Beispiel über 30 Jahre aufgebauten Kapital könnten sich Anleger Monat für Monat ein attraktives Zusatzeinkommen auszahlen lassen. So würden aus einem Vermögen von 190.000 Euro in den nächsten 30 Jahren 1.000 Euro jeden Monat zusätzlich aufs Konto fließen. Dabei sei eine Verzinsung von 5,0 Prozent p.a. und Kapitalverzehr unterstellt worden. "30 Jahre lang 100 Euro monatlich einzahlen und anschließend 30 Jahre lang 1.000 Euro monatliche Zusatzrente - so kann man mit relativ geringem Einsatz bestens vorsorgen", sage BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip.

Die BVI-Untersuchung zeige, dass ein Sparplan mit Aktienfonds Deutschland nach zehn Jahren ein Vermögen von 16.665 Euro erreicht habe. Dies entspreche bei einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro einer jährlichen Rendite von 6,4 Prozent. Habe ein Anleger bis zum Jahresultimo 2006 bereits doppelt so lange gespart, d.h. 20 Jahre, so habe er ein Vermögen von 59.422 Euro (8,3 Prozent p.a.) verbucht. Habe das Sparen vor 30 Jahren begonnen, so habe sich der Anleger im Schnitt über 189.231 Euro (9,5 Prozent p.a.) gefreut. Bei Aktienfonds Europa und global hätten die jährlichen Renditen in den untersuchten Zeiträumen von zehn bis 35 Jahren zwischen 3,5 Prozent und 8,5 Prozent gelegen.

Attraktive Ergebnisse würden auch Rentenfonds bieten, die weniger stark schwanken würden als Aktienfonds und deshalb auch für kürzere Laufzeiten geeignet seien. So hätten bei einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro in global investierende Rentenfonds nach drei Jahrzehnten im Schnitt 99.608 Euro zur Verfügung gestanden. Dies entspreche einem jährlichen Zuwachs von 6,1 Prozent. Euro-Rentenfonds hätten ein jährliches Plus zwischen 6,3 Prozent (35 Jahre) und 3,4 Prozent (zehn Jahre) erwirtschaftet.

Offene Immobilienfonds würden sich vor allem als solide Basisanlage im Depot eignen. Sparer, die in den vergangenen 30 Jahren monatlich 100 Euro in diese wertbeständige Fondsgruppe angelegt hätten, hätten sich zum 31. Dezember 2006 über ein Vermögen von 81.519 Euro erfreut. Dies entspreche bei einer Einzahlungssumme von 36.000 Euro einer jährlichen Durchschnittsrendite von 5,0 Prozent. In den kürzeren Zeiträumen hätten die Ergebnisse im Mittel bei 4,1 Prozent (nach 20 Jahren) bzw. 2,5 Prozent (nach zehn Jahren) gelegen.
(12.02.2007/fc/n/s)