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Indexfonds-Pionier will Privatanleger aus der Reserve locken - Fondsnews


21.11.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der US-Indexfondsgigant Vanguard kooperiert mit der Onvista Bank, um hierzulande bei Privatanlegern Fuß zu fassen, so die Experten von "FONDS professionell".

Bis Ende des Jahres entfalle für alle über die Baader Bank georderten, börsengehandelten Indexfonds (ETFs) von Vanguard die Orderprovision, hätten die beiden Unternehmen mitgeteilt. Das Angebot umfasse die 23 Indexfonds von Vanguard, die seit Ende Oktober an deutschen Börsen handelbar seien. Es gelte ab einem Ordervolumen von 1000 Euro.

"Wir freuen uns sehr, dass jetzt auch deutsche Anleger von unseren Leistungen profitieren können", habe Sean Hagerty, Vanguard-Europachef gesagt. Und der Geschäftsbereichsleiter der Onvista Bank, Michael Bußhaus, ergänze: "Gerade wegen der niedrigen Kosten setzen immer mehr Anleger auf ETFs. Die Vanguard-ETFs ergänzen das Angebot der Onvista Bank daher optimal." Seit etwa fünf Jahren biete die US-Fondsgesellschaft ihre ETFs auch in Europa an. Seit dem 26. Oktober 2017 seien die Indexfonds an der Börse Frankfurt notiert.

Der Pionier für Indexinvestments mit Sitz im US-Bundesstaat Pennsylvania verwalte weltweit rund 4,7 Billionen US-Dollar. Allein nach Publikumsfonds gemessen sei das Haus der größte Fondsanbieter der Welt, noch vor BlackRock. Fast ein Drittel davon gelte als aktiv verwaltet, weil die entsprechenden Fonds keine klassischen Indices abbilden, sondern quantitative Strategien oder Smart-Beta-Ansätze verfolgen würden.

Vanguard gehöre den Fonds des Hauses und gelte in der Branche als Preisbrecher. Die Onvista Bank sei Ende 2016 von der Comdirect übernommen worden. (21.11.2017/fc/n/s)