Hat der Bitcoin noch eine Zukunft?


13.12.19 10:00
fondscheck.de

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Der Bitcoin ist umstritten, insbesondere wie sicher er gegen Manipulationen ist. In letzterem gab es schon einige negative Nachrichten, die Anleger und Nutzer verschreckt haben. Doch die Frage ist, werden wir in Zukunft überhaupt noch mit dem Bitcoin bezahlen oder wird er in der Versenkung verschwinden. Das größte Problem dieser Kryptowährung liegt vor allem darin, dass sie keinen physischen Wert als Gegenstück hat. Es sind also rein virtuelle Werte vorhanden. In der letzten Zeit eignete sich der Coin auch vor allem für spekulative Anleger, die mit hohem Risiko arbeiten. Nicht jedoch für den normalen Nutzer.

Doch das Hauptproblem liegt ganz woanders. Überall auf der Welt wird laut darüber nachgedacht, Bargeld verschwinden zu lassen. Auch in der EU und besonders in Deutschland ist dieses Thema oft und deutlich zu hören. Digitale Währungen, so wie nun der virtuelle Euro als Probe genutzt werden soll, bieten den Staaten ganz neue Möglichkeiten. Nicht zuletzt, da erst vor kurzem in Deutschland das Bankgeheimnis vollkommen abgeschafft wurde. So klammheimlich, dass selbst die führenden Medien kaum davon berichteten. Doch solange noch Bargeld von Hand zu Hand wandert, besteht ein vom Bürger geschaffenes Bankgeheimnis, das der Staat nur schwer aufweichen kann.

Bitcoin überall und doch schon am Ende


Vor einigen Jahren gab es den Bitcoin-Hype. Der Kurs explodierte, machte viele reich. Doch dann fiel er, genauso schnell, wie er stieg. Heute ist der Coin eine reine Risikoanlage. Noch vor Jahren ließ sich sogar mit dieser Kryptowährung in vielen Geschäften einfach bezahlen. Der User konnte selbst Bitcoins in Online Casinos nutzen (das geht übrigens heute noch) und beim Imbiss nebenan. Doch immer weniger Geschäfte sind zu finden, die den Coin akzeptieren.

Die meisten Regierungen sehen den Bitcoin nicht wirklich gerne. Für die Verfolgungsbehörden ist es recht schwierig, Transaktionen nachzuvollziehen. Auch wenn es immer heißt, der Bitcoin ermögliche anonymes Zahlen, so sind doch viele Transaktionen nachvollziehbar, erfordern aber einen erheblichen Aufwand. Und genau da liegt der Knackpunkt, warum der Coin scheitern wird.

Jedes Land arbeitet daran, Geldtransaktionen transparenter zu gestalten. Der Kontoaustausch in der EU funktioniert schon seit Jahren. Mit einem Knopfdruck können Behörden alle Konten ihrer Bürger aufrufen. Ein Bitcoin in dieser Art und Weise stört dann nur. So mal ja auch die eigenen virtuellen Währungen vorangetrieben werden sollen. Bestes Beispiel sind dafür Russland und China, die genau wissen, welche Kontrolle sie damit erlangen könnten. Banken würden damit übrigens auch überflüssig werden. Sicherlich nicht sofort, aber es gibt keinen denkbaren Verwendungszweck mehr, außer im Bereich der Vermögensanlage.

Fazit zum Bitcoin


Der Bitcoin wird uns sicherlich noch ein paar Jahr erhalten bleiben. Perfekt ist er aber nicht, das war er nie. Aktuell ist dieser Coin sehr riskant und nur für Spekulationen geeignet. In naher Zukunft wird der Bitcoin ein Nischendasein fristen, das erleben wir ja bereits jetzt schon. Seine Bedeutung wird noch weiter abnehmen.

Die Länder werden direkt und indirekt gegen den Bitcoin vorgehen. Die aktuellen Betrugsvorfälle, die wir immer wieder erleben, in denen angeblich große Firmen mit Geschäften rund um den Coin werben, sind dafür ein guter Anlass, um den Druck zu erhöhen. (13.12.2019/fc/n/s)