Großer Sparplan-Check: Die Elite der Deutschland-Aktienfonds - Fondsnews


14.02.19 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Fonds auf deutsche Aktien mischen bei der Sparplan-Statistik des Branchenverbands BVI weit vorne mit, so die Experten von "FONDS professionell".

Im fünften Teil der großen Serie zeige die Redaktion, wie die besten Portfolios der Kategorie abgeschnitten hätten und wie sich die Fondsmanager positionieren würden.

Sparplan-Kunden, die auf Deutschlandaktienfonds vertrauen würden, hätten bislang keinen Grund zur Beschwerde gehabt. Der Wertentwicklungsstatistik des deutschen Fondsverbandes BVI zufolge hätten Portfolios mit Aktien aus der DAX-Familie auf zehn Jahre betrachtet zu den stärksten Renditebringern gezählt. Wer etwa Anfang 2008 für einen Sparplan ein Produkt dieser Fondskategorie gewählt und bis Ende 2017 jeweils 100 Euro monatlich eingezahlt habe, habe nach Abzug von Fondskosten und allen Ausgabeaufschlägen durchschnittlich 7.680 Euro oder 9,5 Prozent pro Jahr dazuverdienen können.

Allerdings habe das entbehrungsreiche Börsenjahr 2018, in dem allein der DAX 18 Prozent verloren habe, auch bei dieser Fondsgruppe tiefe Spuren hinterlassen. Nur zwölf Monate später berechne der BVI eine durchschnittliche Rendite von "nur" noch 3,8 Prozent per annum beziehungsweise einen Wertzuwachs von 2.566 Euro - also satte 5.114 Euro weniger als per Jahresutimo 2017. Damit lägen Deutschland-Aktienfonds auch erstmals hinter ihren global anlegenden Pendants. Freilich gebe es aber auch unter jenen Fonds, die auf Firmen aus "Good Old Germany" setzen würden, wahre Eliteprodukte, die in Form eines Sparplans ihre Konkurrenz mitunter weit hinter sich lassen würden.

FONDS professionell ONLINE habe die jüngste Auswertung des Branchenverbands per 31. Dezember 2018 nach Sparplan-Spitzenreitern durchstöbert: Die Experten würden im fünften Teil ihrer siebenteiligen Serie nicht nur zeigen, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro auf zehn Jahre gerechnet mit den besten Portfolios der Kategorie "Aktienfonds Deutschland" hätten verdienen können. Auch, wie die Manager die renditestärksten Produkte derzeit aufgestellt hätten.

Was sei aus monatlich 100 Euro in zehn Jahren geworden? Diese deutschen Aktienfonds hätten Anlegern nach den Sparplan-Daten des BVI am meisten Geld eingebracht:

Platz 1: DWS Deutschland
Der beste Sparplanfonds in der Kategorie "Aktien Deutschland" stamme erneut aus dem Hause DWS. Wer sich vor zehn Jahren für den DWS Deutschland entschieden habe und den Fonds seither monatlich mit 100 Euro bespart habe, dürfe sich über ein Plus von 4.721 Euro oder eine annualisierte Rendite von rund 6,5 Prozent freuen.

Platz 2: DWS German Equities Typ O
Die ehemalige Nummer eins, der DWS German Equities Typ O, lande bei der BVI-Sparplanstatistik per Ende Dezember 2018 auf dem zweiten Rang. Portfoliolenker Christoph Ohme habe für seine Sparplan-Anleger in den letzten zehn Jahren immerhin 4.209 Euro dazu verdient.

Platz 3: MEAG Proinvest
Überholt worden sei der Concentra - A - vom MEAG Proinvest, der seinen treuen Sparplan-Anlegern im Zeitraum von zehn Jahren einen Gewinn von 3.689 Euro erwirtschaftet habe. Verwaltet werde der Geldtopf von Jörg Hoppe, der besonders den Sektor IT/Telekommunikation auf dem Schirm habe.

Platz 4: Concentra - A - (ISIN DE0008475005 / WKN 847500)
Der Concentra - A - sei zuletzt noch auf dem Siegertreppchen vertreten gewesen, bei diesem Ranking allerdings um einen Rang abgerutscht. Allianz-Global-Investors-Fondsmanager Christoph Berger habe aus den angesparten 12.000 Euro dank Investitionen in die Informatiostechnologie 15.621 Euro gemacht.

Platz 5: Fondak - A - (ISIN DE0008471012 / WKN 847101)
Der Portfoliodinosaurier Fondak - A - von Allianz Global Investors sei zur Jahresmitte noch auf Platz sechs zu finden gewesen. Dank einer jährlichen Rendite von 4,71 Prozent lande das Portfolio dieses Mal auf Rang fünf. Aus den angesparten 12.000 Euro seien hier 15.264 Euro geworden.

Platz 6: Allianz Vermögensbildung Deutschland - A - (ISIN DE0008475062 / WKN 847506)
Anleger, die den Allianz Vermögensbildung Deutschland - A - in den vergangenen zehn Jahren monatlich mit 100 Euro bespart hätten, dürften sich über einen Vermögenszuwachs von 3.194 Euro freuen. Verwaltet werde das Portfolio von Andreas Schröter, der ebenfalls auf Finanzfirmen setze.

Platz 7: DWS Investa
Mit ihrem DWS Investa belege der Asset Manager der Deutschen Bank den siebten Platz. Vor einem halben Jahr habe es noch für den fünften Rang gereicht. Die angesparten 12.000 Euro seien hier jährlich um 4,56 Prozent auf 15.150 Euro gewachsen. Fondsmanager Christoph Ohme investiere ausgewogen in Industrietitel, Konsumgüter oder Aktien aus dem Gesundheitswesen.

Platz 8: UBS (D) Aktienfonds - Special I Deutschland
Die UBS lande mit dem UBS (D) Aktienfonds - Special I Deutschland auf Rang acht. Aus den monatlich einbezahlten 100 Euro hätten die Fondsmanager Jörg Diedrich und Jörg Philipsen binnen zehn Jahren 15.133 Euro gemacht. Auch die beiden Portfolioverwalter würden stark auf Finanzunternehmen setzen, wie etwa Allianz SE oder die Münchener Rückversicherung.

Platz 9: Frankfurter-Sparinvest Deka
Der Frankfurter-Sparinvest Deka habe laut der BVI-Sparplan-Statistik zu den 12.000 eingezahlten Euro weitere 3.123 Euro hinzu erwirtschaftet. Beim Fondsmanagement-Team stünden vor allem Firmen aus den Bereichen Industrie sowie IT und Telekommunikation auf dem Einkaufszettel.

Platz 10: SEB Aktienfonds
Beim 1988 lancierten SEB Aktienfonds von Universal Investment hätten sich die angesparten 12.000 Euro binnen zehn Jahren auf 15.054 Euro vermehrt - ein Plus von 4,44 Prozent pro Jahr. Ermöglicht hätten das vor allem Investitionen in deutsche Finanztitel und Rohstoffe. (14.02.2019/fc/n/s)






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