Gold-Investments: Amundi heizt Preiskampf an - ETC-News


16.07.19 13:56
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Amundi hat ein mit physischem Gold hinterlegtes Wertpapier an die Frankfurter Börse gebracht, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Amundi Physical Gold ETC sei mit einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,19 Prozent der Gold-ETC mit den europaweit günstigsten Konditionen, teile der französische Asset Manager mit.

Die Abkürzung ETC stehe für Exchange-Traded Commodity, also börsengehandelten Rohstoff. Die Wertpapiere würden auf den ersten Blick ETFs ähneln, es handele sich aber nicht um Sondervermögen, sondern um Schuldverschreibungen. Die Papiere seien anders als Fonds also einem Emittentenrisiko ausgesetzt. Viele ETCs auf Edelmetalle seien allerdings physisch mit Gold, Silber oder Platin hinterlegt. Diese Produkte seien so ausgestaltet, dass Anleger im Fall der Fälle Durchgriff auf das Edelmetall haben sollten. So solle der Vorteil des liquiden, günstigen Börsenhandels mit der Sicherheit des physischen Besitzes kombiniert werden.

Der Amundi Physical Gold ETC sei kein völlig neues Produkt. Die Schuldverschreibung sei bereits Ende Mai an der Euronext in Paris und Amsterdam an die Börse gekommen und habe seither bereits rund 280 Millionen Euro bei Anlegern einsammeln können. Neu sei lediglich die Xetra-Notierung.

Derzeit würden an der Frankfurter Börse 25 Gold-ETCs gehandelt. Darunter würden sich Spezialprodukte finden, mit denen sich gehebelt an der Wertentwicklung des Edelmetalls teilhaben lasse. Neun ETCs seien physisch besichert, würden also den Markt bilden, auf dem Europas größter Asset Manager nun angreifen möchte. Die jährliche Gebühr dieser Produkte liege bei 0,19 bis 0,40 Prozent, für ein in Euro abgesichertes Wertpapier würden 0,55 Prozent fällig.

Das größte und hierzulande bekannteste Investment dieser Art sei Xetra-Gold, in das Anleger mittlerweile 7,2 Milliarden Euro gesteckt hätten. Mit 0,36 Prozent liege die Gesamtkostenquote fast doppelt so hoch wie bei dem Amundi-Produkt. Die Deutsche Börse habe wegen Xetra-Gold jüngst einen Rekord vermeldet: Ende Juni habe sie stolze 194 Tonnen des Edelmetalls eingelagert.

Das für den Amundi-ETC erworbene Gold werde im Tresor von HSBC in London verwahrt. "Die dem ETC zugewiesenen Goldbarren werden aus Gründen der Transparenz auf einer Liste geführt, die Anlegern zur Verfügung gestellt wird", heiße es in einer Pressemitteilung. "Auf dieser Liste ist jeder Goldbarren mit Marke, Seriennummer und Gewicht aufgeführt." (16.07.2019/fc/n/e)






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