Globaler Kupfermarkt mit Angebotsüberschuss - Blei- und Zinkmärkte dagegen im Defizit


22.09.17 10:47
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Daten der International Copper Study Group (ICSG) zufolge wies der globale Kupfermarkt im ersten Halbjahr einen saisonbereinigten Angebotsüberschuss von 75 Tsd. Tonnen auf, so die Analysten der Commerzbank.

Ein Jahr zuvor habe noch ein Defizit von 265 Tsd. Tonnen bestanden. Die Minenproduktion sei laut Angaben der ICSG aufgrund des Streiks in Chile, einem niedrigeren Metallgehalt in den Erzen in den USA, Kanada und der Mongolei sowie wegen des temporären Exportverbots von Kupferkonzentrat in Indonesien rückläufig gewesen. Dies habe zur Folge gehabt, dass auch die Primärproduktion von Kupferraffinade im Jahresvergleich gefallen sei.

Der Rückgang sei aber durch eine deutlich höhere Verfügbarkeit von Kupferschrott vor allem in China mehr als wettgemacht worden, sodass das Angebot insgesamt leicht ausgeweitet worden sei. China sei laut der ICSG auch maßgeblich dafür verantwortlich gewesen, dass die globale Kupfernachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 2% gefallen sei.

Letzte Woche habe die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) für die globalen Blei- und Zinkmärkte dagegen hohe Angebotsdefizite in den ersten sieben Monaten des Jahres berichtet. Demnach sei bei Blei das Angebot um 109 Tsd. Tonnen hinter der Nachfrage zurückgeblieben, da Letztere im Vorjahresvergleich außergewöhnlich stark zugelegt habe. Im Falle von Zink hätten sich das Angebot und die Nachfrage gegenüber Vorjahr weitgehend unverändert gezeigt, sodass auch das Angebotsdefizit von 227 Tsd. Tonnen nur unwesentlich höher gewesen sei als im Vorjahr. (22.09.2017/fc/a/m)