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Fondsvermögen: Die Gewinner und Verlierer unter den österreichischen KAGs - Fondsnews


19.07.18 13:19
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das erste Halbjahr verlief nicht eben einfach für die Fondsbranche, so die Experten von "FONDS professionell".

Einerseits würden nach dem Rekordjahr 2017 immer mehr Investmentexperten ein Ende des Bullenmarktes prognostizieren. Andererseits würden politische Hiobsbotschaften wie der immer näher rückende Brexit, die bereits begonnenen Zinswende oder der eskalierende Handelskrieg der USA mit anderen Industrie- und nicht zuletzt Schwellenländern für Verunsicherung sorgen.

Wie tief die Sorgenfalten aufseiten der Fondsanleger seien, lasse sich gut aus der jüngsten Statistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) ablesen: Demnach sei das verwaltete Vermögen der österreichischen Portfolio-Anbieter im ersten Halbjahr um mehr als zwei auf 173,4 Milliarden Euro gesunken. Neun der 17 Häuser hätten ihre Assets in den vergangenen sechs Monaten dennoch steigern können. Alle anderen würden das erste Semester mit einem Minus beenden.

Dabei sei die Fondsbranche recht gut in das Jahr 2018 gestartet: Im Januar seien den österreichischen Fonds noch netto 619 Millionen Euro zugeflossen. Im Jahresverlauf seien die Nettozuflüsse aber kontinuierlich gesunken und hätten im April mit 206 Millionen Euro ins Minus gedreht. Der Juni habe dann mit einem Plus von 186 Millionen Euro wieder etwas besser ausgesehen. Geschuldet sei das Minus übrigens vor allem den Produkten, die sich an Retail-Kunden wenden würden: Über das ganze bisherige Jahr gerechnet habe es 759 Millionen Euro aus der Produktgattung gespült.

Im Folgenden, welche österreichischen Fondsgesellschaften beim verwalteten Vermögen in den letzten sechs Monaten hätten zulegen können und wer am meisten verloren habe:

Die Erste-Sparinvest habe in den letzten Jahren kontinuierlich Assets dazugewinnen können, im ersten Halbjahr diesmal aber einen ordentlichen Dämpfer hinnehmen müssen: Das verwaltete Vermögen sei um 4,94 Prozent auf 37,69 Milliarden Euro gesunken.

Im Mai hätten Amundi Austria und Pioneer Investments Austria verschmolzen und seien nun mit einem Marktanteil von 13,03 Prozent die drittgrößte Fondsgesellschaft Österreichs. Zusammen seien die beiden Fondshäuser 22,6 Millionen Euro schwer. Vor der Fusion seien die Volumina von Amundi Austria und Pioneer Investments Austria von der VÖIG freilich noch getrennt ausgewiesen worden. Zur besseren Vergleichbarkeit habe die Redaktion die Bestände zusammengerechnet.

Auch bei der fünftgrößten österreichischen KAG Allianz Invest sei das verwaltete Vermögen gesunken. Nämlich um 2,78 Prozent auf 12,79 Milliarden Euro.

Das Fondsvermögen der Semper Constantia sei um 67 Millionen Euro auf 6,88 Milliarden Euro geschrumpft. Trotzdem sei der der Marktanteil im Jahresverlauf leicht von 3,90 auf 3,97 Prozent gestiegen.

Der Marktanteil der Ampega Investment sei um 0,03 Prozentpunkte auf 0,68 Prozent gesunken. Das Fondsvermögen sei hier von 1,23 auf 1,18 Milliarden Euro gesunken.

Kepler-Fonds habe ein Plus von 27 Millionen Euro ergattern können und steigere seine Assets damit auf 15,67 Milliarden Euro. Damit seien die Linzer mit einem Marktanteil von 9,04 Prozent die nunmehr viertgrößte Fondsgesellschaft Österreichs.

Zu den wenigen Gewinnern des aktuellen Jahres zähle laut der VÖIG-Statistik auch die Raiffeisen KAG. Das Haus habe seine Asset um 52 Millionen Euro auf 30,69 Milliarden Euro steigern können. Die Raiffeisen KAG habe damit einen Marktanteil von 17,70 Prozent und komme zur Ersten-Sparinvest (18,57%) damit wieder in Schlagweite.

Auch das 3 Banken-Generali habe sein Fondsvermögen nach oben geschraubt. Nämlich um 80 Millionen Euro auf 8,99 Milliarden Euro. Der Marktanteil sei damit auf 5,18 Prozent gestiegen.

5,18 Prozent steuere die Gutmann KAG am österreichischen Fondsvolumen bei und damit um 0,10 Prozent mehr als zu Jahresanfang. Das Fondshaus verwalte nun um 8,99 Milliarden Euro.

8,25 Milliarden Euro habe die Masterinvest im Köcher - ein Plus von 664 Millionen Euro oder 8,75 Prozent. Damit trage das Fondshaus 4,76 Prozent am österreichischen Fondsvolumen bei. (News vom 18.07.2018) (19.07.2018/fc/n/s)