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Fondsgesellschaften sammeln im September 7 Milliarden Euro ein - Fondsnews


15.11.16 14:21
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaften sammelten im September netto 7 Milliarden Euro neue Mittel ein, so die Experten vom BVI.

Die Zuflüsse würden sich seit Jahresbeginn auf 70,2 Milliarden Euro summieren. Die Fondsbranche habe Ende September ein Gesamtvermögen von 2,8 Billionen Euro verwaltet. Davon würden 1,5 Billionen Euro auf Spezialfonds entfallen, 899 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 417 Milliarden Euro auf freie Mandate.

Spezialfonds seien bis Ende September netto 65,6 Milliarden Euro neue Gelder zugeflossen. Das sei das zweithöchste Neugeschäft in den ersten neun Monaten eines Jahres. Nur im Rekordjahr 2015 seien die Zuflüsse bis Ende September mit 88 Milliarden Euro höher gewesen.

Altersvorsorgeeinrichtungen wie Versorgungswerke und Pensionskassen lägen beim Neugeschäft 2016 mit 24,7 Milliarden Euro noch vor den Versicherungsgesellschaften mit 17,3 Milliarden Euro. Gemessen am Fondsvermögen sei ihr Anteil in den letzten fünf Jahren von 17 Prozent auf 21 Prozent gestiegen. Die meisten Assets würden die Fondsgesellschaften mit 566 Milliarden Euro weiterhin für Versicherungsgesellschaften verwalten. Das entspreche 38 Prozent des Spezialfondsvermögens.

Bei den Publikumsfonds würden Mischfonds die Absatzliste anführen. Seit Jahresbeginn seien ihnen netto 7,1 Milliarden Euro zugeflossen. Dazu hätten rentenbetonte Mischfonds mit 3,8 Milliarden Euro über die Hälfte der neuen Gelder beigesteuert. Im Vorjahr hätten hingegen Mischfonds im Mittelpunkt gestanden, die mindestens ein Drittel in Aktien investieren würden. Mischfonds hätten Ende September ein Vermögen von 221 Milliarden Euro verwaltet. Damit seien sie gemessen am Vermögen die zweitgrößte Gruppe nach Aktienfonds, die 323 Milliarden Euro verwalten würden.

Aktienfonds hätten im laufenden Jahr netto 1,3 Milliarden Euro Abflüsse verzeichnet. Allein aus Aktien-ETFs seien 4,3 Milliarden Euro geflossen. Rentenfonds hätten 1,7 Milliarden Euro eingesammelt. Die Anleger hätten insbesondere Fonds mit Unternehmensanleihen und mit Anleihen aus Schwellenländern gekauft. Rentenfonds würden 200 Milliarden Euro verwalten. Offenen Immobilienfonds seien netto 4,6 Milliarden Euro zugeflossen. Darin seien Substanzauszahlungen im Wert von 1,3 Milliarden Euro als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen hätten. Faktisch hätten die Fonds bis Ende September 5,9 Milliarden Euro eingesammelt. Offene Immobilienfonds würden ein Vermögen von 88 Milliarden Euro verwalten.

Büroimmobilien seien weiterhin die größte Nutzungsart der Liegenschaften offener Immobilien-Publikumsfonds. Allerdings sei ihr Anteil an den Netto-Soll-Mieterträgen in den letzten fünf Jahren von 62 Prozent auf 59 Prozent gesunken. Einen Anstieg hätten hingegen Handel und Gastronomie sowie Hotels verzeichnet. Ihr Anteil sei von 21 Prozent auf 24 Prozent bzw. von 4 Prozent auf 6 Prozent gewachsen. (15.11.2016/fc/n/s)