Fondsfirmen legen Bitcoin-Pläne auf Eis - ETF-News


09.01.18 14:14
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Zwei US-Fondsgesellschaften haben ihre Pläne für Bitcoin-ETFs ad acta gelegt, so die Experten von "FONDS professionell".

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC habe Bedenken hinsichtlich der Liquidität und der Bewertung von Future-Kontrakten auf Grundlage der Kryptowährung angemeldet, würden diverse Medien, darunter "Handelsblatt online" berichten. Nicht zum ersten Mal würden die Finanzwächter quer schießen: Schon im März 2017 hätten die SEC-Oberen einem ETF-Vorhaben ihren Segen verweigert.

Die Investmenthäuser Rafferty Asset Management und Exchange Traded Concepts hätten Bitcoins mit Hilfe zweier ETFs für Anleger einfacher investierbar machen wollen. Eines der beiden Produkte sollte mit einem Hebel versehen sein, also die Kursausschläge der Kryptowährung mit doppelter Stärke nachvollziehen.

Die US-Börsenaufsicht dürfte sich nicht zuletzt wegen der starken Wertschwankungen skeptisch zeigen. Im vergangenen Jahr sei der Bitcoin-Kurs erst massiv gestiegen, kurz vor Weihnachten dann um fast 40 Prozent abgestürzt. Seitdem habe sich der Preis wieder stabilisiert. Marktbeobachter würden Privatanleger immer wieder vor einem Investment in die Digitalwährung warnen. Bislang gestalte sich das ohnehin vergleichsweise kompliziert - zumindest, wenn man Bitcoins nicht direkt kaufen wolle. ETFs würden den Anlageprozess für Privatinvestoren deutlich vereinfachen. (09.01.2018/fc/n/e)