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Fondsbranche sammelt 24 Milliarden Euro im ersten Quartal ein - Fondsnews


16.05.19 14:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Den Fondsgesellschaften flossen im ersten Quartal 2019 netto 24,5 Milliarden Euro zu, so die Experten vom BVI.

Der Treiber im Neugeschäft seien weiterhin offene Spezialfonds mit 23,8 Milliarden Euro. Offene Publikumsfonds hätten Abflüsse von 2,2 Milliarden Euro verzeichnet. Zuletzt sei deren Neugeschäft im Startquartal 2014 mit minus 4,8 Milliarden Euro geringer gewesen. Geschlossene Fonds hätten seit Jahresbeginn 0,7 Milliarden Euro eingesammelt und freie Mandate 2,2 Milliarden. Die Fondsgesellschaften hätten Ende März ein Gesamtvermögen von 3.136 Milliarden Euro verwaltet. Das entspreche einem Anstieg von sechs Prozent seit Ende Dezember 2018 (2.954 Milliarden Euro).

Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds im ersten Quartal würden Immobilienfonds anführen. Ihnen seien netto 3 Milliarden Euro zugeflossen.

Aktienfonds hätten 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. Dabei hätten aktiv gemanagte Fonds 2,4 Milliarden Euro Zuflüsse und Aktien-ETFs eine Milliarde Euro Abflüsse verzeichnet. Mischfonds hätten praktisch kein Neugeschäft erzielt. Zuletzt seien sie 2009 noch schwächer ins Jahr gestartet, als ihnen in den ersten drei Monaten 1,4 Milliarden Euro abgeflossen seien. Geldmarktfonds und Rentenfonds würden das Absatzbild der Publikumsfonds mit Abflüssen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro prägen. Dabei hätten Anleger allein Euro-Kurzläuferfonds im Wert von 5,4 Milliarden Euro verkauft.

Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Netto-Vermögen in Immobilienfonds sei in den letzten zwölf Monaten von 175 Milliarden Euro (Ende März 2018) auf 200 Milliarden Euro gestiegen. Das entspreche einem Zuwachs von 14 Prozent. Auf offene Publikumsfonds würden 101,1 Milliarden Euro entfallen, auf offene Spezialfonds 92,2 Milliarden Euro und auf KAGB-konforme geschlossene Fonds 6,3 Milliarden Euro. Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeige, dass Spezialfonds und Publikumsfonds den Anteil von Büros und Praxisräumen in den letzten vier Jahren reduziert und dafür mehr auf Handel und Gastronomie gesetzt hätten.

Bei den Publikumsfonds liege mit 55 Prozent weiterhin der Schwerpunkt auf Büro und Praxis, gefolgt von Handel und Gastronomie mit 26 Prozent. Auf dem dritten Platz lägen Hotels. Ihr Anteil sei von 4 Prozent auf 9 Prozent gestiegen. Bei den Spezialfonds würden 33 Prozent auf Büro- und Praxisflächen sowie 32 Prozent auf Handel und Gastronomie entfallen. Wohnimmobilien hätten ihren Anteil von 6 Prozent auf 15 Prozent mehr als verdoppelt. (16.05.2019/fc/n/s)