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Fondsbranche fließen im November über 11 Milliarden Euro neue Gelder zu - Fondsnews


13.01.16 14:13
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Anleger haben im November 2015 netto 14,2 Milliarden Euro neue Gelder in Fonds investiert, so die Experten vom BVI.

Aus Mandaten hätten sie 2,8 Milliarden Euro abgezogen. Seit Januar letzten Jahres summiere sich das Neugeschäft in Publikums- und Spezialfonds auf insgesamt 171 Milliarden Euro - so viel wie noch nie. Die Fondsbranche habe Ende November ein Vermögen von über 2,6 Billionen Euro verwaltet. Davon würden auf Spezialfonds 1,4 Billionen Euro, auf Publikumsfonds 901 Milliarden Euro und 357 Milliarden Euro auf freie Mandate entfallen.

Bei den Publikumsfonds hätten Aktienfonds im November mit 3,3 Milliarden Euro mehr eingesammelt als Mischfonds, denen 2,6 Milliarden Euro neue Gelder zugeflossen seien. Damit würden Aktienfonds zum zweiten Mal die Absatzliste 2015 anführen. Bereits im Juli seien sie mit Zuflüssen von 3,4 Milliarden Euro absatzstärkste Gruppe vor den Mischfonds mit 3,1 Milliarden Euro gewesen. Aus Rentenfonds seien im November netto 1,5 Milliarden Euro abgeflossen. Zuletzt hätten sie im November 2011 mit 3,8 Milliarden Euro höhere Abflüsse verzeichnet.

60 Prozent der Zuflüsse würden auf ausschüttende Publikumsfonds und 40 Prozent auf thesaurierende Fonds entfallen. Zum Vergleich: 2014 habe das Verhältnis bei 88 Prozent zu 12 Prozent gelegen. Anleger würden somit verstärkt auf Fonds setzen, bei denen sie sich nicht um die Wiederanlage der Erträge kümmern müssten. Bei den neu aufgelegten Produkten 2015 lägen ausschüttende Fonds mit einem Anteil von 54 Prozent vor thesaurierenden Fonds mit 46 Prozent. Das entspreche dem Verhältnis im Vorjahr.

Institutionelle Anleger wie Versicherungsunternehmen und Pensionskassen hätten in den vergangenen Jahren verstärkt Master-KVG-Lösungen bei der Kapitalanlage eingesetzt. Dabei würden sie mehrere Spezialfonds in einem Master-Fonds bündeln, der aus mehreren Segmenten bestehe. Die Anleger würden davon profitieren, dass verschiedene spezialisierte Portfoliomanager unabhängig voneinander die Assets in den Segmenten steuern würden. Aktuell seien 70 Prozent des Spezialfondsvermögens segmentiert. Im Schnitt habe ein Master-Fonds 4,5 Segmente. Vor zehn Jahren seien 40 Prozent des Vermögens segmentiert gewesen mit im Schnitt 3,5 Segmenten je Master-Fonds. (13.01.2016/fc/n/s)