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Finanzierung im Alter - Was es mit tilgungsfreien auf sich hat


06.08.21 13:00
fondscheck.de

Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Normalerweise würde man sagen, dass ältere Leute in Rente für ihren Lebensabend gesorgt haben sollten. In Zeiten von Niedriglöhnen ist da jedoch kaum möglich. Auch viele Selbstständige sorgen viel zu wenig für das Alter vor. Aber auch im Alter können die Heizung oder wichtige Gebrauchsgegenstände kaputt gehen. So manch einer will sich auch noch einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Das Problem: Ab einem bestimmten Alter, meist ab 60 beziehungsweise 65 Jahren vergeben Banken kaum noch Kredite. Nur wer ausreichende Sicherheiten vorweisen kann, kann noch mit einem kurz laufenden Kredit rechnen. Da nicht jeder auf die Hilfe von Angehörigen zählen kann, müssen also andere Quellen angezapft werden. Vielfach werden dann Dinge wie Schmuck oder dergleichen, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben veräußert. Der Verkauf der eigenen Immobilie ist in der Regel nicht angebracht.

Bild: Pixabay

Es gibt jedoch auch noch eine andere Möglichkeit, im Alter an Geld zu kommen. Es gibt einige Anbieter, die für ältere Leute sogenannte tilgungsfreie Darlehen anbieten. Jüngere Menschen unter 60 können sich bei de.collected.reviews Erfahrungsberichte und Konditionen zu Online-Kreditanbietern durchlesen.

Wer über ein geregeltes Einkommen verfügt, nicht mehr in der Probezeit ist und keine harten negativen Schufa-Einträge hat, sollte in der Regel keine großen Probleme haben, ein Darlehen zu erhalten. Hier eine Liste der deutschen Darlehen, von günstigen Kreditanbietern.

Voraussetzungen für die Vergabe von tilgungsfreien Darlehen


Die einzige Voraussetzung für die Vergabe eines tilgungsfreien Darlehens ist im Grunde genommen, dass der Darlehensnehmer Eigentümer einer Immobilie und über 60 Jahre ist.

Die Immobilie dient dabei als Sicherheit für das Darlehen. Das heißt, das Grundstück wird mit einer Grundschuld zugunsten des Kreditgebers belastet. Die Höhe des maximalen Darlehensbetrages richtet sich nach dem Verkehrswert der Immobilie. Von diesem können in der Regel nur bis zu 40 % beliehen werden.

Für das Darlehen müssen während der Laufzeit nur die Zinsen gezahlt werden, was durch die Einsparung der monatlichen Tilgung die monatliche Belastung senkt. Die Zinsen betragen aktuell etwa 2,5 % p.a. Bei einem Darlehen von 150.000 € wird aktuell zum Beispiel ein Festzins von 1,5 % angeboten. Damit wären also nur rund 125 € monatlich an Zinsen zu zahlen. Bei höheren Darlehenssummen muss mit einem Zins bis 2,5 % gerechnet werden.

Natürlich hat die Bank oder Versicherung wie die Allianz als Kreditgeber nichts zu verschenken. Daher handelt es sich um ein Darlehen mit Tilgungsaussetzung bis zum Ableben des Kreditnehmers. Vorgesehen ist normalerweise, dass die Erben das Darlehen tilgen. Der Darlehensnehmer kann das Darlehen aber auch selbst tilgen.

Eine Tilgung ist jederzeit möglich. Sollte das Darlehen nicht vorzeitig getilgt werden und lehnen die Erben die Rückzahlung des Darlehens ab, wird das Grundstück verwertet, also zwangsversteigert. Das Darlehen wird dann aus dem Zwangsversteigerungserlös zurückgezahlt. Sinnvoll ist es also die Erben in die Entscheidung über die Kreditaufnahme mit einzubinden, damit sie entsprechend planen können. So können die Erben, etwa wenn sie bereits selbst eine Immobilie besitzen das Haus auch selbst verkaufen und das Darlehen aus dem Verkaufserlös zurückzahlen. (06.08.2021/fc/n/s)