EZB Draghi sieht Stabilisierung auf niedrigem Niveau
09.02.12 16:25
Nord LB
Hannover (aktiencheck.de AG) - Im Rahmen ihrer heutigen Ratssitzung hat die EZB die Leitzinsen für die Eurozone erwartungsgemäß nicht verändert, so die Analysten der Nord LB.
Demnach bleibe der Tendersatz bei 1,00%. Auch die Zinssätze für die Einlagefazilität (0,25%) und die Spitzenrefinanzierungsfazilität (1,75%) seien von den Notenbankern nicht angefasst worden. Auf der anschließenden Pressekonferenz habe EZB-Chef Draghi von vorsichtigen Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung auf niedrigem Niveau gesprochen. Über eine mögliche Zinssenkung habe man im Rat nicht diskutiert. Zwar habe Draghi betont, dass es weiterhin beträchtliche Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Entwicklung gebe, dennoch würden die Kommentare des Notenbankchefs für eine Seitwärtsbewegung der Leitzinsen in den kommenden Monaten sprechen.
In Griechenland würden die politischen Akteure seit einigen Tagen über weitere Sparmaßnahmen des Staates beraten, damit die nächste Tranche des Rettungspaketes fließen könne. Nachdem sich die Beratungen gerade in den letzten Tagen quälend hingezogen hätten, habe Mario Draghi bekannt gegeben, dass man sich in Athen offenbar auf ein entsprechendes Paket geeinigt habe. Für die EZB sei dies insofern von Interesse, als sie als größter Einzelgläubiger griechischer Staatsanleihen gelte.
In den letzten Tagen seien Diskussionen darüber aufgekommen, ob neben den privaten Gläubigern auch die EZB zu einem Forderungsverzicht bereit sein müsse. Diesen Spekulationen habe Draghi heute eine klare Absage erteilt. Auf Nachfrage habe der Notenbankchef erklärt, dass man keinen Grund sehe, die im Notenbankportfolio befindlichen griechischen Staatsanleihen vor Ende der Fälligkeit zu veräußern. Ideen, wonach die Notenbank ihre Griechenlandpapiere zum Ankaufpreis an den EFSF weiterreiche, wären damit hinfällig.
Zudem hätten die EZB-Ratsmitglieder die geplante Ausweitung des Sicherheitenrahmens einiger nationaler Notenbanken der Eurozone genehmigt. Auch wenn diese Notenbanken damit natürlich bereit seien, künftig mehr Risiko in die eigenen Bücher zu nehmen, solle eine starke Übersicherung und ein gutes Risikomanagement mögliche Verluste verhindern, so Draghi.
Ende Februar werde die Notenbank den zweiten 36-Monats-Tender auflegen. In der Presse sei zu lesen gewesen, dass die Nachfrage bei diesem Tendergeschäft bei bis zu einer Billion Euro liegen könnte. Draghi selbst habe lediglich davon gesprochen, dass er die Nachfrage in ähnlicher Höhe wie beim letzten Mal erwarte. Ob es weitere ultralangfristige Refinanzierungsgeschäfte geben werde, habe der EZB-Präsident offen gelassen. Er habe lediglich davon gesprochen, dass alle Nicht-Standardmaßnahmen zeitlich befristet seien. Ein funktionierender Bankenmarkt benötige keine unkonventionellen Maßnahmen der Notenbank. Daran könne man also künftig ablesen, ab wann die EZB den Bankenmarkt wieder für funktionsfähig halte.
Die EZB sehe auch in diesem Monat Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Entsprechend hätten die Notenbanker die Leitzinsen für die Eurozone nicht verändert. Der Tendersatz bleibe bei 1,00%. Auch wenn EZB-Chef Draghi von beträchtlichen Abwärtsrisiken gesprochen habe, würden seine Ausführungen auf der anschließenden Pressekonferenz nicht auf weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten hindeuten. Vielmehr rechne die EZB mit einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahresverlauf. Dies bestätige den Analysten in der Einschätzung, dass weitere Zinsschritte vorerst nicht auf die Agenda rücken dürften. (09.02.2012/ac/a/m)
Demnach bleibe der Tendersatz bei 1,00%. Auch die Zinssätze für die Einlagefazilität (0,25%) und die Spitzenrefinanzierungsfazilität (1,75%) seien von den Notenbankern nicht angefasst worden. Auf der anschließenden Pressekonferenz habe EZB-Chef Draghi von vorsichtigen Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung auf niedrigem Niveau gesprochen. Über eine mögliche Zinssenkung habe man im Rat nicht diskutiert. Zwar habe Draghi betont, dass es weiterhin beträchtliche Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Entwicklung gebe, dennoch würden die Kommentare des Notenbankchefs für eine Seitwärtsbewegung der Leitzinsen in den kommenden Monaten sprechen.
In Griechenland würden die politischen Akteure seit einigen Tagen über weitere Sparmaßnahmen des Staates beraten, damit die nächste Tranche des Rettungspaketes fließen könne. Nachdem sich die Beratungen gerade in den letzten Tagen quälend hingezogen hätten, habe Mario Draghi bekannt gegeben, dass man sich in Athen offenbar auf ein entsprechendes Paket geeinigt habe. Für die EZB sei dies insofern von Interesse, als sie als größter Einzelgläubiger griechischer Staatsanleihen gelte.
Zudem hätten die EZB-Ratsmitglieder die geplante Ausweitung des Sicherheitenrahmens einiger nationaler Notenbanken der Eurozone genehmigt. Auch wenn diese Notenbanken damit natürlich bereit seien, künftig mehr Risiko in die eigenen Bücher zu nehmen, solle eine starke Übersicherung und ein gutes Risikomanagement mögliche Verluste verhindern, so Draghi.
Ende Februar werde die Notenbank den zweiten 36-Monats-Tender auflegen. In der Presse sei zu lesen gewesen, dass die Nachfrage bei diesem Tendergeschäft bei bis zu einer Billion Euro liegen könnte. Draghi selbst habe lediglich davon gesprochen, dass er die Nachfrage in ähnlicher Höhe wie beim letzten Mal erwarte. Ob es weitere ultralangfristige Refinanzierungsgeschäfte geben werde, habe der EZB-Präsident offen gelassen. Er habe lediglich davon gesprochen, dass alle Nicht-Standardmaßnahmen zeitlich befristet seien. Ein funktionierender Bankenmarkt benötige keine unkonventionellen Maßnahmen der Notenbank. Daran könne man also künftig ablesen, ab wann die EZB den Bankenmarkt wieder für funktionsfähig halte.
Die EZB sehe auch in diesem Monat Anzeichen einer gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Entsprechend hätten die Notenbanker die Leitzinsen für die Eurozone nicht verändert. Der Tendersatz bleibe bei 1,00%. Auch wenn EZB-Chef Draghi von beträchtlichen Abwärtsrisiken gesprochen habe, würden seine Ausführungen auf der anschließenden Pressekonferenz nicht auf weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten hindeuten. Vielmehr rechne die EZB mit einer Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahresverlauf. Dies bestätige den Analysten in der Einschätzung, dass weitere Zinsschritte vorerst nicht auf die Agenda rücken dürften. (09.02.2012/ac/a/m)
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