ETFs werden 15 Jahre alt - ETF-News


13.04.15 11:08
BlackRock

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Europa ist nervös ins Jahr 2000 gestartet, so die Experten von BlackRock.

Es sei damals die Sorge umgegangen, der Computervirus Y2K werde Systeme lahmlegen, die auf globalen Technologien beruht hätten. Aber nachdem dieses Ereignis erfolgreich umschifft gewesen sei, sei es, was Innovationen angehe, ein fruchtbares Jahr geworden. Dies gelte auch für den europäischen Finanzmarkt, an dem damals die ersten börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Fund, kurz: ETF) gelistet worden seien.

Die beiden ersten ETFs in Europa seien am 11. April 2000 bei der Deutschen Börse gelistet worden: Der iShares STOXX Europe 50 UCITS ETF und der iShares EURO STOXX 50 UCITS ETF. Kurze Zeit später, am 28. April 2000, sei mit dem iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (ISIN IE00B53HP851 / WKN A0YEDM) der erste ETF an der London Stock Exchange gefolgt.

Inzwischen gebe es in Europa 2269 verschiedene ETFs und sonstige Exchange Traded Products (ETPs) von 45 Anbietern. Diese seien in 22 Ländern gelistet. Die Branche verwalte 494 Milliarden Dollar. Der iShares Core FTSE 100 UCITS ETF, der als erster ETF an der London Stock Exchange gelistet gewesen sei, sei mit einem Volumen von 3,7 Milliarden Britischen Pfund der größte Aktien-ETF auf dem britischen Markt.

Anlässlich des 15. Jubiläums der ETF-Branche in Europa sage Rachel Lord, Leiterin des iShares-Geschäftes in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA):

"ETFs sind eine der Erfolgsgeschichten der europäischen Investmentbranche im 21. Jahrhundert. Innerhalb von nur 15 Jahren ist der ETF-Markt in Europa quasi aus dem Nichts zu einer Branche mit einem verwalteten Vermögen von fast 500 Milliarden Dollar angewachsen. ETFs bieten Effizienz, Transparenz und ein gutes Pricing. Damit haben sie das Thema Investieren auf dem Kontinent demokratisiert."

"ETFs in Europa wachsen weiterhin stark, trotz der momentanen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit. Die Wachstumsrate ist hier sogar höher als im globalen Durchschnitt. Insofern trägt Europa maßgeblich zur Gestalt und Größe des weltweiten ETF-Marktes bei. Das verwaltete Vermögen dürfte in diesen Tagen die Schwelle von 500 Milliarden Dollar erreichen. Bis 2019 erwarten wir für Europa ein Wachstum auf mehr als eine Billion Dollar, der weltweite Markt dürfte dann etwa sechs Milliarden Dollar groß sein."

"Im Laufe der Zeit hat die Branche viele Entwicklungen genommen. Dazu gehören Produkte auf alternative und Nischenmärkte wie Rohstoffe und Immobilien. Innovationen wird es weiterhin geben, zum Beispiel im Bereich Smart Beta. Gleichzeitig dürften Anleger ETFs weiterhin als Kernbausteine für ihre Aktien- und Anleihen-Investitionen nutzen."

"Wir sehen, dass das Wachstum auch vonseiten jener Investoren kommt, die vorher andere Finanzprodukte - insbesondere Anleihen und Futures - genutzt haben, und sich nun wegen der Liquidität und geringen Kosten vermehrt ETFs zuwenden. Insofern scheint die weitere Entwicklung klar absehbar, und die Gruppe der europäischen ETF-Investoren wächst täglich." (News vom 09.04.2015) (13.04.2015/fc/n/e)





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