ETF-Handel: Emerging Markets-Aktien auf den Verkaufslisten


29.05.19 13:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die umfangreichen Verkäufe aller Aktien-ETFs, die noch vor zwei Wochen das Bild prägten, sind einem ausgeglichenen Handel gewichen - zumindest, was die entwickelten Länder angeht, so die Deutsche Börse AG.

"Mit dem Handelskonflikt, dem Brexit und nun auch noch dem Sturz der Regierung in Österreich sind zu viele Unsicherheiten im Markt", bemerke Cornelia Schübel von der Unicredit Group.

Der DAX drohe am Dienstagmorgen wieder unter die 12.000 Punkte-Marke zu fallen, vergangene Woche habe der Index zwischen 12.240 und 11.930 Punkten geschwankt. Die wieder etwas gestiegene Volatilität habe aber für hohe ETF-Umsätze gesorgt. Carsten Schröder von der Commerzbank melde über 50.000 Transaktionen für die Vorwoche. "Diese Woche wird aber wegen des Feiertags gestern in den USA und am Donnerstag in Deutschland sicherlich viel ruhiger."

Der MSCI Emerging Markets habe in den ersten vier Monaten des Jahres kräftig zugelegt, seit Mai gehe es aber nach unten. Breit streuende Schwellenländer-ETFs seien abgegeben worden: Schübel berichte etwa von Abflüssen aus dem iShares MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC), aber auch aus dem Xtrackers MSCI Mexico und dem Lyxor MSCI India. Dafür hätten sich Anleger wieder chinesische Aktien ins Portfolio gelegt, laut Schröder etwa mit dem Lyxor China Enterprise, laut Schübel mit dem Xtrackers MSCI China.

Für den Bereich der Industrieländeraktien melde Schröder Käufe bei S&P 500-, MSCI World- und FTSE 100-Indexfonds, Verkäufe bei EURO STOXX 50- und STOXX Europe 600-ETFs. Schübel berichte von Zu- und Abflüssen bei ETFs, die europäische oder US-amerikanische Aktien abbilden würden. "Nur bei MSCI Europe-ETFs sehen wir einen leichten Käuferüberhang."

In den Portfolios seien außerdem Minimum Volatility-ETFs wie der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility gelandet. Gekauft worden seien zudem Nachhaltigkeits-ETFs wie der iShares MSCI Europe SRI, wie Schröder feststelle. Der ETF berücksichtige ESG-Aspekte, also Umwelt-, soziale und Governance-Faktoren. Seit Jahresanfang komme er auf ein Plus von 14,8 Prozent, in den vergangenen drei Jahren seien es 6,4 Prozent im Jahr gewesen.

Im Bereich der Branchen-ETFs würden Schröder zufolge derzeit vor allem Technologieaktien viel Aufmerksamkeit finden - der US-Bann für Chinas Huawei-Konzern mache sich bemerkbar. "Aber auch defensivere Sektoren wie Gesundheit und Immobilien werden viel gehandelt."

Im Handel mit Anleihen-ETFs fehle ebenfalls die eindeutige Richtung: Kunden der Commerzbank hätten kurzlaufende US-Treasuries (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202) gekauft und sich von europäischen Investment Grade-Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten (ISIN LU1650490474 / WKN LYX0XK) getrennt. Kunden der Unicredit hätten auf europäische Staats- (ISIN IE00B3VTML14 / WKN A0X8SL) und Unternehmensanleihen gesetzt, sich aber von Emerging Markets-Bonds in Lokalwährung (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) verabschiedet. (Ausgabe vom 28.05.2019) (29.05.2019/fc/a/e)





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IE00B0M63177 A0HGWC 41,86 $ 35,55 $
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