DWS Top Dividende LD-Fonds: 09/2019-Bericht, Engagement in Finanzwerten und Energie erhöht - Fondsanalyse


14.11.19 11:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Im September hätten sich die globalen Aktienmärkte deutlich von den Verlusten des Vormonats erholt. Der MSCI World Index habe ein Plus von 3,16% in EUR gezeigt. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. Japan sei die Region mit der besten Wertentwicklung gewesen, wobei der japanische Nikkei 225 in EUR 4,80% zugelegt habe.

Auch die Eurozone habe sich über Durchschnitt entwickelt: Der EURO STOXX 50 habe um 4,29% zugelegt, der britische FTSE 100 und der deutsche DAX um +4,78% bzw. +4,09%, jeweils in EUR. Die Schwellenländer hätten sich relativ gesehen schwächer gezeigt und den Monat mit nur +2,70% in EUR geschlossen. Die schwächste Region seien die USA gewesen, da der S&P 500 in EUR nur +2,67% habe zulegen können.

Auf Sektorebene hätten Finanzwerte im September die beste Wertentwicklung (+6,26% in EUR) geliefert, wobei europäische Banken besonders stark gewesen seien. Auch der Energiesektor habe sich überdurchschnittlich (+5,52%) entwickelt, da der Ölpreis nach dem Angriff auf die saudi-arabische Ölinfrastruktur stark angestiegen sei. Dies sei aber nur vorübergehend gewesen. Auf relativer Basis hätten sich Kommunikationsdienste und Gesundheitswesen mit einem Plus von nur +0,95% bzw. +0,71% in EUR über den Monat am schlechtesten entwickelt.

Der US-Dollar sei im September um +0,47% (gemessen am US-Dollar Index) gestiegen. Im Währungsbereich habe der Euro gegenüber dem US-Dollar (-0,76%) und dem Britischen Pfund (-1,91%) abgewertet, während er gegenüber dem Japanischen Yen um +0,83% zugelegt habe. Der Ölpreis (WTI) habe im September in Euro ein Minus von -1,10% verzeichnet. DWS Top Dividende sei im September um +3,66% gestiegen.

Die Experten hätten im September ihr Engagement in Finanzwerten und Energie erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement insbesondere in defensivem Konsum und Grundstoffen verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich die Kasseposition der Experten leicht verringert. In Summe habe sich der Investitionsgrad des Fonds allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 11% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Energie und Versorgern gestammt. Auch die Einzeltitelauswahl in Informationstechnologie und Kommunikationsdienstleistungen habe positive Beiträge zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Basiskonsumgütern und Grundstoffen habe im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der allgemeine Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Taiwan Semiconductor Manufacturing, NextEra Energy Inc. und Wells Fargo erzielt werden können. Novartis AG, Unilever N.V. und Imperial Brand plc hätten hingegen die Wertentwicklung belastet.

In den letzten Quartalen seien global immer mehr Unsicherheiten aufgetreten, welche die Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum beeinflusst hätten. Unter anderem hätten der chinesisch-amerikanische Konflikt um Handelsdefizite und potenzielle Zölle, der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und zukünftige Haushaltsdefizite in Italien die Stimmung belastet. Vor allem stark exportabhängige zyklische Branchen (z.B. der Automobilsektor) hätten ihre Aussichten bereits nach unten angepasst. Trotz dieser makroökonomischen Gegenwinde würden die Experten weiterhin ein Wirtschaftswachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwarten, unterstützt durch eine überraschend lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Doch der Handelsstreit und vor allem der Kampf um die technologische Vorherrschaft würden die Märkte und Unternehmen wahrscheinlich noch länger in Sorge halten.

Darüber hinaus würden die Experten Aktien nach der starken Rally im ersten Halbjahr insgesamt für fair bewertet halten und nur moderates Aufwärtspotenzial sehen. Auf Unternehmensebene dürften die operativen Margen in den Industrieländern nicht weiter steigen, was jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin zu einem Gewinnwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich führen sollte. Für Aktien aus Schwellenländern würden die Experten in gewissem Umfang mit einem anhaltenden positiven Kostenstruktureffekt und damit hohem einstelligem Gewinnwachstum rechnen.

Angesichts des aktuellen Bewertungsniveaus am Aktienmarkt seien die Experten immer noch vorsichtig und würden nur sehr begrenzten Spielraum für höhere Bewertungen sehen. Daher seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Dividendenzahlungen für den Gesamtertrag weiter zunehme. Die Experten würden erneut erwarten, dass ihr Beitrag zum Ertrag des Investments über dem historischen Durchschnitt liegen werde. Daher würden die Experten für die globalen Aktienmärkte nur moderate Kurssteigerungen und damit voraussichtlich Renditen im unteren bis mittleren einstelligen Bereich sehen. (Stand vom 30.09.2019) (14.11.2019/fc/a/f)





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