Branchenriese BlackRock verbucht Gewinnrückgang - Fondsnews


22.07.19 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Börsenbeben von 2018 haben auch die Erfolgskennzahlen vieler Fondsanbieter ramponiert. Die Turbulenzen schienen längst überstanden - dennoch meldet der weltgrößte Asset Manager fürs erste Halbjahr weiterhin Rückgänge bei Umsatz und Gewinn, so die Experten von "FONDS professionell".

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock habe im ersten Halbjahr 2019 einen Gewinnrückgang um fast fünf Prozent auf rund 2 Milliarden Dollar erlitten. Auch der Umsatz sei im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 6,87 Milliarden Dollar gesunken, habe die US-Fondsgesellschaft mitgeteilt. Das operative Ergebnis sei sogar um fast elf Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar abgesackt.

In den vergangenen Monaten habe der Fondsriese bereits mehrfach schwächere Ergebnisse vorgelegt. Gründe hierfür seien zum einen die Turbulenzen an den Börsen gewesen. Zum anderen habe sich aber langsam auch der verschärfte Preis- und Konkurrenzdruck in der Branche bemerkbar gemacht.

Konzernchef Larry Fink versuche seit Jahresbeginn, die Kosten zu drücken, und habe deshalb auch den Abbau von 500 Stellen angekündigt. Dafür wolle das Haus in vielversprechende Wachstumsfelder investieren, namentlich die IT. So sei im ersten Halbjahr der Erlös mit Technologiedienstleistungen, zu denen etwa das Risikomanagement-System Aladdin zähle, um 15 Prozent auf 441 Millionen Dollar geklettert.

Andere Kennzahlen des Asset Managers würden sich aber wieder auf Wachstumskurs einpendeln. So sei in den ersten sechs Monate des Jahres das verwaltete Vermögen um fast neun Prozent auf 6,84 Billionen Dollar geklettert. Anleger hätten unter dem Strich 216 Milliarden Dollar in die Fonds des Hauses gesteckt. Allein im zweiten Quartal 2019 seien es 151 Milliarden Dollar gewesen.

Wachstumstreiber sei einmal mehr das Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) der Sparte iShares gewesen. Auch institutionelle Investoren hätten dem New Yorker Fondsriesen frisches Geld anvertraut. In diesen Feldern seien die Margen jedoch generell geringer als bei klassischen Publikumsfonds. Zuflüsse im renditeträchtigeren Retailgeschäft in den USA seien wiederum durch Mittelabzüge im Rest der Welt zu erheblichen Teilen aufgezehrt worden. (News vom 19.07.2019) (22.07.2019/fc/n/s)