Börse Frankfurt am Morgen: Uneinheitlich, SAP im Blick
24.07.12 09:58
aktiencheck.de
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach den massiven Kursverlusten vom Vortag können sich im frühen Dienstaghandel die wichtigsten deutschen Indizes nur teilweise erholen. Die Euro-Schuldenkrise bleibt weiterhin das marktbeherrschende Thema. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,30 Prozent auf 6.399,90 Punkte, während der MDAX um 0,10 Prozent auf 10.436,69 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,11 Prozent auf 4.820,96 Zähler nach unten. Der TecDAX steigt um 0,21 Prozent auf 746,79 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,50 Prozent auf 144,82 Punkte, während sich der Euro um 0,16 Prozent auf 1,2105 US-Dollar verbilligt.
Die amerikanische Ratingagentur Moody`s gab am späten Montag bekannt, dass sie den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg gesenkt hat, während das Rating und der Ausblick für Finnland bestätigt wurden. So wurde der Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg von "stabil" auf "negativ" nach unten korrigiert. Bei der Kreditwürdigkeit sind die drei Länder noch mit der Bestnote "Aaa" bewertet. Als Gründe für den schlechteren Ausblick nannte die Ratingagentur einerseits die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs der Euro-Schuldenkrise und die steigenden Risiken, die sich aus dem immer wahrscheinlicher werdenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone ergeben. Dabei wurde insbesondere auf die Auswirkungen auf die Euro-Mitgliedsstaaten Spanien und Italien verwiesen. Darüber hinaus könnten, selbst wenn ein solches Szenario nicht eintritt, weitere Hilfen für andere Euro-Staaten nötig sein (wiederum vor allem Spanien und Italien), die wiederum größtenteils von Staaten mit einer sehr guten Bonität zu stemmen wären.
Die US-Leitindizes zeigten sich am ersten Handelstag der Woche vor dem Hintergrund von Sorgen hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen in Spanien und angesichts eines immer wahrscheinlicher werdenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone in der Verlustzone. Der Dow Jones verlor 0,79 Prozent auf 12.721,46 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 1,20 Prozent bei 2.890,15 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,89 Prozent auf 1.350,52 Punkte zeigte.
Im Zentrum des Interesses steht heute im DAX der Zahlenausweis von SAP. Der Softwarekonzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal angesichts eines Rekordumsatzes steigern. Dabei konnten vor allem die Software-Erlöse von einem zweistelligen Wachstum in allen Regionen profitieren. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2012 wurde vor diesem Hintergrund bestätigt. Die Aktie legt um 0,5 Prozent zu. Die Deutsche Bank will indes einem Medienbericht zufolge in Zusammenhang mit den Verstrickungen des Kreditinstituts in den Libor-Skandal keine Rückstellungen im zweiten Quartal bilden. Das Papier verteuert sich um 0,5 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel im DAX finden sich die Anteilsscheine von Fresenius mit einem Wertzuwachs von 1 Prozent wieder. Daneben stehen auch Commerzbank und adidas hoch im Kurs. Die rote Laterne wird unterdessen von der Allianz mit einem Minus von 2,4 Prozent getragen.
Der Pharmagroßhändler Celesio treibt seine Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter voran und beabsichtigt den Verkauf der Tochtergesellschaft Movianto an das US-Unternehmen Owens & Minor. Movianto ist auf Logistikdienstleistungen für die pharmazeutische und Healthcare-Industrie spezialisiert. Owens & Minor beabsichtigt, Movianto für einen Kaufpreis von 130 Mio. Euro zu erwerben. Die Celesio-Tochter ist europaweit tätig und beschäftigt rund 1.800 Vollzeitkräfte. Der Titel fällt um 0,4 Prozent.
Zahlen gab es heute bereits auch aus dem TecDAX. Die Software AG verlautbarte, dass ihr Ergebnis im zweiten Quartal angesichts eines nahezu stabilen Umsatzes leicht gesunken ist. Indes wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2012 für den Geschäftsbereich BPE bestätigt und die Prognose für den Geschäftsbereich ETS erhöht. Für die Anteilsscheine geht es als Spitzenreiter im TecDAX um 6,8 Prozent nach oben. Schlechte Nachrichten gibt es daneben von Kontron. Der Anbieter von Embedded Computer Technologie musste im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgag ausweisen und hat den Ausblick für das Gesamtjahr zurückgenommen. Umsatz- und ertragsseitig wirken sich die weiter verschärfende Staatsschuldenkrise und die weltweite Konjunkturabschwächung auf Kontron aus. Der Titel rauscht am Indexende um 8,8 Prozent in die Tiefe. Dialog Semiconductor brechen daneben um 7,2 Prozent ein. Der Anbieter von hochintegrierten, innovativen Halbleiterlösungen für Powermanagement, Audio und energieeffizienter drahtloser Kommunikation im Nahbereich musste das zweite Quartal mit einem Gewinnrückgang beenden. Der Umsatz konnte allerdings deutlich gesteigert werden. Der Konzern bleibt weiterhin zuversichtlich, die aktuellen Umsatzerwartungen des Marktes für das Gesamtjahr erfüllen zu können.
DAX: 6.399,90 (-0,30 Prozent) MDAX: 10.436,69 (+0,10 Prozent) SDAX: 4.820,96 (-0,11 Prozent) TecDAX: 746,79 (+0,21 Prozent) (24.07.2012/ac/n/m)
Die amerikanische Ratingagentur Moody`s gab am späten Montag bekannt, dass sie den Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg gesenkt hat, während das Rating und der Ausblick für Finnland bestätigt wurden. So wurde der Ausblick für Deutschland, die Niederlande und Luxemburg von "stabil" auf "negativ" nach unten korrigiert. Bei der Kreditwürdigkeit sind die drei Länder noch mit der Bestnote "Aaa" bewertet. Als Gründe für den schlechteren Ausblick nannte die Ratingagentur einerseits die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs der Euro-Schuldenkrise und die steigenden Risiken, die sich aus dem immer wahrscheinlicher werdenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone ergeben. Dabei wurde insbesondere auf die Auswirkungen auf die Euro-Mitgliedsstaaten Spanien und Italien verwiesen. Darüber hinaus könnten, selbst wenn ein solches Szenario nicht eintritt, weitere Hilfen für andere Euro-Staaten nötig sein (wiederum vor allem Spanien und Italien), die wiederum größtenteils von Staaten mit einer sehr guten Bonität zu stemmen wären.
Die US-Leitindizes zeigten sich am ersten Handelstag der Woche vor dem Hintergrund von Sorgen hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen in Spanien und angesichts eines immer wahrscheinlicher werdenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone in der Verlustzone. Der Dow Jones verlor 0,79 Prozent auf 12.721,46 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 1,20 Prozent bei 2.890,15 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,89 Prozent auf 1.350,52 Punkte zeigte.
Der Pharmagroßhändler Celesio treibt seine Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter voran und beabsichtigt den Verkauf der Tochtergesellschaft Movianto an das US-Unternehmen Owens & Minor. Movianto ist auf Logistikdienstleistungen für die pharmazeutische und Healthcare-Industrie spezialisiert. Owens & Minor beabsichtigt, Movianto für einen Kaufpreis von 130 Mio. Euro zu erwerben. Die Celesio-Tochter ist europaweit tätig und beschäftigt rund 1.800 Vollzeitkräfte. Der Titel fällt um 0,4 Prozent.
Zahlen gab es heute bereits auch aus dem TecDAX. Die Software AG verlautbarte, dass ihr Ergebnis im zweiten Quartal angesichts eines nahezu stabilen Umsatzes leicht gesunken ist. Indes wurde die Prognose für das Gesamtjahr 2012 für den Geschäftsbereich BPE bestätigt und die Prognose für den Geschäftsbereich ETS erhöht. Für die Anteilsscheine geht es als Spitzenreiter im TecDAX um 6,8 Prozent nach oben. Schlechte Nachrichten gibt es daneben von Kontron. Der Anbieter von Embedded Computer Technologie musste im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgag ausweisen und hat den Ausblick für das Gesamtjahr zurückgenommen. Umsatz- und ertragsseitig wirken sich die weiter verschärfende Staatsschuldenkrise und die weltweite Konjunkturabschwächung auf Kontron aus. Der Titel rauscht am Indexende um 8,8 Prozent in die Tiefe. Dialog Semiconductor brechen daneben um 7,2 Prozent ein. Der Anbieter von hochintegrierten, innovativen Halbleiterlösungen für Powermanagement, Audio und energieeffizienter drahtloser Kommunikation im Nahbereich musste das zweite Quartal mit einem Gewinnrückgang beenden. Der Umsatz konnte allerdings deutlich gesteigert werden. Der Konzern bleibt weiterhin zuversichtlich, die aktuellen Umsatzerwartungen des Marktes für das Gesamtjahr erfüllen zu können.
DAX: 6.399,90 (-0,30 Prozent) MDAX: 10.436,69 (+0,10 Prozent) SDAX: 4.820,96 (-0,11 Prozent) TecDAX: 746,79 (+0,21 Prozent) (24.07.2012/ac/n/m)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 8.398 - | 8.369,87 - | 28,13 - | +0,34% | 17.05./17:45 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0008469008 | 846900 | 8.409 - | 5.914 - | |
Werte im Artikel
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